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Quit smoking with Robert Musil (etkbooks 076)

Quit smoking with Robert Musil

Ein Entwöhnungsbuch
Christian de Simoni und Hartmut Abendschein (Hrsg.)

 
“Quit smoking with Robert Musil” ist vielleicht ein etwas irreführender Titel für diesen Band. Musil trank reichlich und rauchte sehr viel, insbesondere in arbeitsintensiven Phasen, wie Karl Corino in einem Essay über das Zigarettenheftchen bemerkt. Und dies fast unverändert bis zu seinem Ableben. Dennoch folgte er diätetischen Ritualen im Glauben, schon eine Dokumentation seiner Gewohnheiten würde die Bilanz der negativen Auswirkungen etwas günstiger gestalten. Doch wir betrachten Musils Zigarettenheftchen auch als Literatur im engeren Sinne, fallen hier doch Rauch- und Schreibakt zusammen und formieren einen Text, der zwischen Konzeptkunst und sehr abstrakter Lyrik siedelt. Dieser Band beinhaltet eine Veranschaulichung von Musils Listentexten und ermöglicht den kontrollierten Konsumrückbau, die systematische Entwöhnung also, durch allmähliche Verminderung des Schreib- bzw. Notationsraums.
 
Leseprobe (PDF)
 

März 2025, 78 S. – 12 x 19 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-76-8, 12,00 Eur / 14,00 CHF
Mit einem Essay von Christian de Simoni
 
„Eine witzige Dokumentation, die einen kleinen Einblick ins Leben von Robert Musil gibt. Dient auch als Entwöhnungshilfe.“, P.S. 14 – 25, 11.04.2025
 

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hab: archival healing

 
 
hab: archival healing
full stream url (01.01.2025-21.01.2025)*:
(auf anfrage)
limit. usb tape edition, 1.8 gb, 27 min, mp4
tkbks 037, 2025
isbn: 978-3-03947-237-6
doi: 10.17436/etk.t.037, mehr/order …
 
 
 
 
hab: archival healing (excerpt, 5:44)

 
Diese Film-Bricolage von Hartmut Abendschein schliesst weiter an die upcycling-Reihe an. 20 found footage Urlaubsfilme aus den 1960er Jahren mit einer dreieinhalbstündigen Gesamtspielzeit werden mit einem regelpoetischen Verfahren einer Löschung bzw. Verwischung unterzogen. Dabei werden menschliche Selbst-Darstellungen und Hinweise dem Material durch verdichtende Cut-ups entnommen und stattdessen auf Natur und Kontext fokussiert. Der zugrundeliegenden narzisstischen Erinnerungsproduktion werden die Subjekte entzogen und durch Reframing “nebensächliches” Leben oder menschenverlassene Artefakte symbolisch Abbitte geleistet. Diesem so deanthropisierten Archiv werden Fieldrecordings auf Grundlage der Metadatenproduktion hinzumontiert.

This film bricolage by Hartmut Abendschein continues the upcycling series. 20 found footage holiday films from the 1960s with a total playing time of three and a half hours are subjected to an erasure or blurring process using a regular poetic procedure. Human self-portrayals and references are removed from the material through condensed cut-ups, focussing instead on nature and context. The subjects are removed from the underlying narcissistic production of memory and symbolically apologised for by reframing „incidental“ life or abandoned artefacts. Field recordings based on metadata production are added to this deanthropised archive. (dpl)
 

* rsl_02, winterlude @ etkbooks store
 

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Kontrollverlust macht Arbeit (etkcontext 070)

Kontrollverlust macht Arbeit

Tanja Schwarz

URL: Download, PDF (Digitales Objekt, 38 MB, 62 S.)
DOI: 10.17436/etk.c.070
Zeitraum: 2024, Dokumentart: Volltext
Dokumenttyp: PDF

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Yannick Mosimann: Ich wollte auf Irgendetwas warten. (curatorbooks 013)

 

 
Yannick Mosimann
Ich wollte auf Irgendetwas warten.
Bildessay
curatorbooks 013, www.ccccc.ch/
edition taberna kritika, August 2024, ISBN: 978-3-03947-013-6
18,00 Eur / 20,00 CHF, 158 S. (teilw. farb.) – 14,8 x 21 cm, Broschur
 
Der poetische Bildessay Ich wollte auf Irgendetwas warten. basiert auf Mosimanns Film I Have Not Been Afraid of Going Blind for a Long Time (2022). Yannick Mosimann (1989) lebt und arbeitet in Bern. Er ist Filmemacher, Klangkünstler und Fotograf. Sein Werk umfasst mehrere Filme und Videoinstallationen, sowie kollaborative Arbeiten mit einer Vielzahl von Künstlerinnen und Künstlern. Seine Arbeit konzentriert sich auf intuitive Prozesse und sensorische Erfahrungen. Er beschäftigt sich mit Themen wie dem Anthropozän, der Natur und der menschlichen Wahrnehmung. Mehr: www.yannickmosimann.com
 
Leseprobe
Order: qua Verlag (nur CH) (beim vlg. vergriffen) / Lulu (PoD)
 
 
„Aus Yannick Mosimanns Angst, die Sicht zu verlieren, sowie die dazugehörigen Fragen, was wir in der konstanten Veränderung wahrnehmen, wird Kunst. Ein Buch als Neuanfang, als Bewältigung.“ Michael Bohli in: Phosphor Kultur, 6.10.2024