Category Archives: etkbooks

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Recycling Le Tour de France (etkbooks 029)

9783905846294

Recycling Le Tour de France.

Komposition für drei Soundboards, eine Yamaha PSR-420 und diverse, künstliche Stimmen
Partitur, Dokumentation, Materialien
Hartmut Abendschein

“natürlich kann man in der rückschau
immer sagen man hätte mehr tun können
sagte der u c i präsident aber man kann
nur so viel tun wie das system
das in kraft ist zulässt” (intro)

Veraltete Texte und gebrauchte Instrumente können durch bekannte und neue Verfahren und Kontextualisierung recycelt werden. Die Produkte sind oftmals erstaunlich. Dies soll ein praktisches Plädoyer für den kreativen Umgang mit abgegriffener Kultur sein. “Recycling Le Tour de France” versteht sich als multimediale, konkret-poetische Montagearbeit, die überkommene Text-, Hard- und Softwareformen, d.h. Sprache, Sound und Technik zerlegt, anwendet, rekombiniert und daraus frische, ästhetische Gebilde formt. Ausgangsmaterial ist hier eine Audio-Transkription einer Tour-de-France-TV-Übertragung (1996), die bspw. durch einen Mesostichon-Algorithmus nach John Cage bearbeitet wird.

 

 

Juli 2014, 72 S., 29,7 x 21 cm, Klebebindung
Limitierte Printauflage (50)
ISBN: 978-3-905846-29-4, €20 / 26 SFr   €14 / 17 SFr
Und DRM-freies PDF

 

Online-Showcase (Studio Ed.): rltdf.etkbooks.com (erste, ungekürzte Einspielung als Youtube-Film)

Featured in Fixpoetry und Kulturnotizen.

Ein Ausschnitt aus der Partitur und Dokumentation erschien in “Die Novelle – Zeitschrift für Experimentelles” Nr. 4, 2014

“An digitalen Schreibweisen interessiert ist auch Hartmut Abendschein, Autor und Verleger der Berner Edition taberna kritika, einem „hybriden“ Independent-Verlag, der neben einer Printproduktion digitale Poesie, interaktive Hypertexte und literarische Weblogs von experimentellen Schriftstellern wie Alban Nikolai Herbst, Elisabeth Wandeler-Deck oder Stan Lafleur veröffentlicht. Auch vertritt der Verlag das Literaturlabel Litblogs.net, ein Portal für Autorenblogs mit eigenem Online-Magazin (…)” Elke Heinemann in: “Wir sind die Fährtenleser der neuen Literatur”, FAZ, 22.11.2014

„uncreative writing“ (Radiotext, WDR3, Gutenbergs Welt, 6.09.2015

rltdf_partitur_Seite_18

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Süditalienische Reise (etkbooks 023)

9783905846232

Süditalienische Reise.

Reiseprosa von Giuseppe Ungaretti
Übersetzt von Stefan Ruess

Mit Illustrationen von Sabine Jansen

Aus der Entfernung von dreißig Jahren dieser unserer Begegnung, finde ich in diesen Seiten dieselbe Liebe für Süditalien wieder, die mich damals überwältigte, und die Fähigkeit, mit der reinen Seele des Dichters, die altertümliche Kraft, die diese Landschaft ausdrückt, zu erfassen. (M.G.) (Klappentext)

 

April 2013, 88 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-23-2, €14 / 17 SFr

 

 

 

Inhalt / Kapitel:
ELEA UND DER FRÜHLING
DER WUNDERBARE FISCHZUG
DIE ROSE VON PAESTUM
DER PAPYRUS DER STILLE
VESUV
IN TRAUM UND WIRKLICHKEIT
ALT-NEAPEL
VASÁMOLO INT’ A L’UOCCHIE
Editorische Notizen
Anmerkungen des Übersetzers

 

“Erinnerungen und Träume lassen die Zukunft reifen” (Nachwort – nicht im Band enthalten)

Eine sprachgewaltige Reisevorbereitung in: ONDE Nr. 40, 20. Jahrg., S.46, 2013

Von Orten, unheimlich und episch in: Literaturkritik.de, 14.11.2013

… diese anmutige Hingabe an die Orte (»unheimlich und episch«, wie es einmal heißt), das am Ende mit dem Autor »ziel­los[e]« Herumstreifen in Neapel – all dies ist mit diesem Buch möglich, wozu auch die kongenialen Zeichnungen von Sabine Jansen beitragen. in: Begleitschreiben, 28.7.2013

„Wer sich auf die farbigen Metaphern der Reiseprosa (…) Ungarettis einlassen kann, wird für ein paar Augenblicke die Zeit vergessen.“ In: Portanaboli, 12.07.2017

 

27. Oktober 16, Köln: Stefan Ruess: „Incontri letterari – Giuseppe Ungaretti“, Deutsch-Italienische Gesellschaft, 17h30

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Ein Fonduekoch geworden sein (etkbooks 022)

9783905846225

Ein Fonduekoch geworden sein.

Erinnerungstexte
Elisabeth Wandeler-Deck

“Mit Kartoffelsalat
Bratwurstkranz mit Kartoffelsalat. Die Frau ist die Frau und das Mädchen ist schon eine Frau und plötzlich flammt es auf. Plötzlich ist ein Frauenleben plötzlich und wird zu einem Aufwischlappen und da steht ein Kessel voller Wasser aus Voraussicht. Zurück blieb ein schwarzer Fleck im Wachstuch im Holz des Tischblatts ein Erinnern ein Schämen ein Glück über dem Esstisch im Esszimmer war ein Adventskranz gewesen. Uns geht es gut.” (Klappentext)

Kochen & Speisen lässt sich unschwer allegorisch verstehen, wenn es zur poetischen Handwerklichkeit kommt. Elisabeth Wandeler-Decks kleine Formen beschäftigen sich allesamt mit Essbarkeiten, gleichzeitig aber auch mit erinnerter Einsamkeit und familialer Gemeinschaft. Sie untersuchen damit mögliche sprachliche und zeichenhafte Verwandtschaftsverhältnisse von Gerichten und Beziehungsvergangenheiten.

 

Januar 2013, 84 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-22-5, €14 / 17 SFr
Mit 16 Illustrationen von Georg Raabe
und Hartmut Abendschein

 

Texte: Grüner Kaffee / Ein Fonduekoch geworden sein, nachher

Basler Lyrikpreis 2013 für Elisabeth Wandeler-Deck (mehr …)

„Geschmack birgt Erinnerungspotenzial – nicht nur der einer in Tee getauchten Madeleine. Das schmale Bändchen mit den schönen »Pasta- Scanografien« benennt sechzig Gerichte, Getränke oder Desserts in kurzen Prosastücken, die alle auf eine Seite passen (…)“ Ruth Gantert, Viceversa 8, 2014

Tableau de Texte @ in|ad|ae|qu|at

In: „marque page(18. Ausgabe, 14.02.2014, Radio Rabe)

„Elisabeth Wandeler-Deck hat eine sehr schöne Form und Sprache für beide Themen gefunden, Essen und Familie. Und viel hineinverpackt zu Vanillekipferln, Loup de mer, Tafelspitz, Zuger Kirschtorte, Kleinem Gulasch oder Safranreis.“ Ingrid Fichtner

„Da habe ich ein sehr schönes und überaus witziges Buch erhalten. Die Spaghetti-Zeichnungen sind im Zusammenhang mit den Rezepten ebenfalls witzig. [Elisabeth Wandeler-Deck hat] wirklich ein Familienbuch geschrieben – darüber hinaus, dass es auch an ein Familienkochbuch erinnert.“ Zsuzsanna Gahse

Auszüge der Illustrations-Serie erschienen auch in: Salon Littéraire | sommerserie august : collyrae lucidae | Vom Leuchten der Nudeln 1 / 4 (in|ad|ae|qu|at, 4.8.2013ff.)

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Sundergrund (etkbooks 028)

9783905846287

Sundergrund.

Roman
Roland Reichen

Es sei halt auch eine blöde Situation gewesen damals, sagt der Fieder: Das Zeug schon in der Pumpi, die Pumpi schon im Fuss, und oben in der Pumpi, da schwamm auch schon das kleine, rote Blutfädeli; er hatte die Vene also endlich erwischt. Warum musste die Spritze da auch ausgerechnet in dem Moment verstopfen? Sicher, er hätte schon an die Hodleren seckeln können, um für eine frische Spritze zu lugen. Aber daran, da denkst du halt auch nicht, in einem settigen Moment. Und schon gar nicht, wenn es in einem Joghurtbecherli vor dir noch sechs andere Nadeln hat. Nur an einer war ja der Käfer. Es war dann halt einfach Pech. (Klappentext)

Sundergrund erzählt vom kurzen, irrwitzigen Leben eines Drogensüchtigen aus dem Berner Oberland. Fieder Kleinjenni wächst in prekären familiären Verhältnissen und einem engen, finsteren Tal auf. Er sucht nach Wärme und Geborgenheit unter den Menschen, stolpert dabei aber ein ums andere Mal – zum Schluss bekommt er noch nicht einmal ein anständiges Begräbnis. Kapitelweise sind dem Leben Fieders jene seiner Eltern und Grosseltern gegenübergestellt, die ihrerseits als Billigarbeiter ausgebeutet wurden und wenig zu lachen hatten. Sundergrund bildet so eine Chronik der Deklassierung. Der Roman erzählt von Menschen, die in den letzten hundert Jahren in der Schweiz unter die Räder gekommen sind, weil sie von Anfang an schlechte Karten hatten. Wie der Protagonist den gesellschaftlichen Normen nicht entsprechen kann, missachtet die Sprache des Romans die Normen des Standarddeutschen; in dessen Syntax sind immer wieder ungrammatische, dialektal geprägte Einschübe und Einsprengsel hineinmontiert.

 

Mai 2014, 168 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-28-7, €18 / 22 SFr

 


 

„‹Sundergrund› ist keine leichte Sommerlektüre», so der Theatermacher und Autor («Kanton Afrika»). Das Junkiemilieu, in dem Fieder verkehre, sei «das Gegenteil der iPhone-Welt». Und sein Leben eine rabenschwarze Geschichte.“ In: Berner Zeitung, 02.7.2015

“Er will, dass die Sprache «scheppert»” Rez. von Alexander Sury in: Der Bund, 23.6.2015

Literaturpreis des Kantons Bern 2015, 26.05.2015

„Keine Spur von Bergromantik: Zwei Schweizer Romane über das Leben im Voralpengebiet“. In: Radio SRF 2, Reflexe, 28.1.2015

Reichen und Abt (Gitarre) am Gartenfestival

Buchvernissage: 19. Juli 2014, Bern, Café Kairo (Gartenfestival). // 27. August (20 Uhr) Lesung mit Matto Kämpf in der Bibliothek Spiez. Weitere Lesungen aus „Sundergrund“ mit Hybrido Unreim.

“Wenn die Sätze explodieren.” Rez. von Benedikt Sartorius in: WOZ, 28.8.2014

„Fieders Passionsweg von der Wiege bis zur Bahre“. Rez. von Alexander Sury in: Der Bund, 20.6.2014

„«Sundergrund» ist ein starkes Stück Literatur, das nüchtern-ironisch beschreibt, ohne anzuprangern.“ Rez. von Carolina Bohren in: Berner Zeitung, 18.7.2014

„Reichens Text verwendet den Dialekt, ohne jemals in Heimattümelei abzurutschen – ein schmaler Pfad, auf dem sich der Autor dieses bemerkenswerten Experiments in schlafwandlerischer Sicherheit bewegt.“ Charles Lewinsky

„Ein Blümli, wo verdorrt.“. Rez. von Gisela Feuz in: KulturStattBern, 16.7.2014

„Das Krutzhüttli – Generationen auf Schwemmland“ Rez. in: nahaufnahmen, 24.9.2014

„Heavy Metal und Melancholie“. Roland Reichen und Patrick Abt am Gartenfestival: Bund-Blog, 20.7.2014