Category Archives: etkbooks

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Von Tieren (etkbooks 012)

9783905846126

Von Tieren.

Von Franz Dodel
Mit Illustrationen von Chantal Meng

 
Die Hummel ist mir Vorbild. Sie versucht, taumelnd, ihre Schwere zu überwinden.
Die äußere Erscheinung erweckt einen Eindruck, der sich leider mit dem physikalischen Befund zu decken scheint: Dieses Wesen muss fluguntauglich sein. Aber man weiß, die Hummel fliegt trotzdem, vermutlich allerdings erst nach unerbittlichen Übungsphasen während günstiger Perioden der Evolution. (Klappentext)

 
 

Dezember 2010, 92 S., 17 Abb.,
19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-12-6, €12.00 / 16 SFr

 

Literaturpreis des Kantons Bern für “Von Tieren”, 2011
“wundervoll klar und inspirierend”, Tom Liwa
“Ein kluges, ein belesenes Buch”, Avenida Perdida
“Animalisch anregende Porträts”, Der Bund, 21.6.11
“hinterfragt (…) die alten Zuschreibungen und gelangt dabei zu schrägen, originellen Schlussfolgerungen.”, Viceversa 5

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Abduktionen, Aberrationen I (etkbooks 015)

9783905846157

Abduktionen, Aberrationen I

Aufzeichnungen
Rainer Hoffmann

„Das Helle zieht mich tiefer hinab.“ (Klappentext)

 

April 2011, 58 S.,
19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-15-7, €10 / 14 SFr

 

 

Die Geister kennen das Orakel nicht mehr.

Die dümmste und beliebteste Ideologie war noch immer, vorzugeben, keine zu haben.

Im Okkulten wirds immer enger und grauer. – Die Sterne spiegeln längst zauberlos ihre Träume. Die Geister kennen das Orakel nicht mehr. Und auch das Göttliche nehmen sie schon in ihre Krämerhand wie einen Würfel. Alles Übermächtige hat ihnen Antwort zu geben, rätsellos und prompt.

Den zeitgenössischen höheren Wesen fehlt der Eigensinn.

Sie sind die Angestellten im Himmel. Sie erledigen ihre Aufgabe gewissenhaft: den ungeduldigen Anrufern über deren Schicksal – über Karrierechancen, die Glückszahlen fürs Lotto und eine baldige Bekanntschaft mit gemeinsamer Urlaubsreise Bericht zu erstatten.

Die Anbetung des Reifen, die Herbstgesänge der Menschen ekeln mich. – Schon die Saat ist zugerichtet, schon in ihr spannt sich der Zweck. Was der Ernte entgeht, was auf den Feldern nicht lohnt – was aus diesem Nutzlosen gegen sie treibt und schießt … – Unkraut! Es wuchert voller Gift in mir!

Weitere Leseproben im Weblog

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Obig mét Goldrand (etkbooks 011)

9783905846119

Obig mét Goldrand.

Dominik Riedo überträgt und kommentiert
Passagen eines Textes von Arno Schmidt ins Luzernische
Arno Schmidt / Dominik Riedo

Es’sch mängsch zom Fädére z’béchoh am ganze Liib. Vor allem däh verdöhrti Wérwolf, de Onku Olmers: so alt wie Métuschélach, ond schtändig schtoht éhm n’HoseChnopf offe: das löschtérni Onghüür hed n’GommiBruut, zom Uufblose! (Klappentext)

 

November 2010, 56 S., 2 farb. Abb.
20,5 x 13,7 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-11-9, €12.00 / 16 SFr

 

 

Leseprobe / Vernissage

“Arno Schmidt hat die Schweiz erreicht.” ejournal.at

“Von einfachem ‘Übersetzen’ kann man hier wohl kaum sprechen (…) Die Werk- und Sprach-Erläuterungen finde ich ganz vorzüglich. Sie haben einen Leser – und ich wünsche Ihnen ganz viel mehr davon!” Harald Fricke

“Ein hübsches luzernisches Bändchen.” P. Rauschenbach

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Dranmor

978-3-89896-491-3_L

Dranmor

Von Hartmut Abendschein

»Es zischt und schmatzt und löst sich auf. Erst in Phasen und seltenen Farben, dann verzieht sich ein Teil nun schwefelnder Lache fluchend wieder nach oben durch den Wandbruch, dorthin, wo er wohl herkam. Für den Kopf des dampfenden Wesens ist es zu spät. Er zerfällt unter lautem Getöse zu Staub und fliesst aufgescheucht durch den Ausguss ab. Zurück bleiben ein paar einzelne Seiten. Nach Verzug des Rauches sind bald Wörter und ganze Sätze darauf erkennbar. Sätze einer Handschrift. Man reibt sich die Augen. Da ist eine Abschrift aus dem Vorwort zur dritten Auflage der Gesammelten Dichtungen.« (Klappentext)

Die historische Person Ferdinand Schmid alias Dranmor (1823–1888) ist ein längst vergessener Schweizer/Berner Dichter und Diplomat, der und dessen Werk in diesem Fragment-Roman als Bearbeitungsoberfläche des Ich-Erzählers dient. In der Sekundärliteratur wird Dranmor als »Mann des Übergangs« oder auch als »seltsamer Mann« beschrieben, getrieben von einer großen Lust auf Literatur und fernen Zielen. Geboren in Bern, lebte er einige Zeit in Österreich in k.u.k.-Diensten, um dann im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts nach Brasilien zu reisen, dort Österreich zu vertreten und sich engagiert um die Kolonialisierung bestimmter Landstriche Brasiliens zu bemühen. Seine Bemühungen scheiterten. Er reiste wieder nach Bern zurück, wo er unter mysteriösen Umständen starb.

Im Zentrum der Erzählung, die sich in der Gegenwart situiert, steht ein Ich-Erzähler, der Dranmor auf der Spur ist bzw. diesen »ausgraben« will. Die Wahrnehmungen des Erzählers, der sich immer mehr in Vergangenheiten verstrickt und diese klittert, seine Aufzeichnungen, Exzerpierungen, Reflexionen und sein kontinuierlicher Zerfall, der auch mit Dranmors Vita parallel geführt wird, machen diesen Text auch zum Erzählexperiment. Zentrale Motive des Textes sind: das Schreiben und Zur-Sprache-Finden des Erzählers, die Bedeutung von Literatur an sich und die Identifikation mit Vorgängern sowie am Rande: Heimat/Fremde/Exilierung.

Dieser Titel aus dem ATHENA Verlag ist im Buchhandel, beim Verlag und im Shop erhältlich.

 

1. Auflage 2012, 168 Seiten, Format 20 x 12 cm
ISBN 978-3-89896-491-3, Broschur, 14,90 €, 21,00 sFr

 

In der ATHENA-Reihe edition exemplum erschien von Hartmut Abendschein auch ”Die Träume meiner Frau

Lesungen: 17. august 12, bern, “neue berner prosa”, buchvernissage in der “bar 14b” (falkenplatz 14b) // 14. september 12, köln, “Es ist fast gar keine stimmung vorhanden”. lesung zus. mit stan lafleur, kunstraum dellbrück // 27. oktober 12, zürich, 14h, “neue berner prosa” im cabaret voltaire (zürich liest) // 10. november 12, literaturfestival basel, “litblogs.net, rheinsein, taberna kritika” zus. mit stan lafleur

“Wir sind flexibel” (Zu Hartmut Abenscheins: DRANMOR) in: Gleisbauarbeiten, 11.5.2013

Dranmor wird zu einer Inszenierung der Diskrepanz zwischen Sprache und Wirklichkeit, der Unmöglichkeit, von Leben und Identität zu erzählen.” in: Stuttgarter Nachrichten, 04.01.2013

Abendschein schreibt zwar keine Autobiographie. Aber er sucht über die Form eine Nähe zur sich mehr in Auflösung befindlichen, in eine Zwischen­welt abdriftenden Persönlichkeit. in: Begleitschreiben, 25.8.2012

Wo ist bloß dieser Text abgelegt? Kunstvoll erzählt Hartmut Abendscheins »Dranmor« vom Schriftstellerwahnsinn. in: junge Welt, 20.10.2012 sowie in den Kulturnotizen, 08.12.2012

Peggy Neidel über Dranmor. in: Poetenladen, 02.11.2012

„Hätte man nur jemand anderen angefasst und ausgegraben“. in: literaturkritik.de, 07.11.2012

Dranmor Passagen im SALON LITTÉRAIRE / (Part 02) in: in|ad|ae|qu|at, 25.11.2012

“Zur Entstehung” in: taberna kritika

“Verführerisch” in: Die Dschungel. Anderswelt.