Abduktionen, Aberrationen I (etkbooks 015) Abduktionen, Aberrationen I Aufzeichnungen Rainer Hoffmann „Das Helle zieht mich tiefer hinab.“ (Klappentext) April 2011, 58 S., 19 x 12 cm, Klebebindung ISBN: 978-3-905846-15-7, €10 / 14 SFr Die Geister kennen das Orakel nicht mehr. Die dümmste und beliebteste Ideologie war noch immer, vorzugeben, keine zu haben. Im Okkulten wirds immer enger und grauer. – Die Sterne spiegeln längst zauberlos ihre Träume. Die Geister kennen das Orakel nicht mehr. Und auch das Göttliche nehmen sie schon in ihre Krämerhand wie einen Würfel. Alles Übermächtige hat ihnen Antwort zu geben, rätsellos und prompt. Den zeitgenössischen höheren Wesen fehlt der Eigensinn. Sie sind die Angestellten im Himmel. Sie erledigen ihre Aufgabe gewissenhaft: den ungeduldigen Anrufern über deren Schicksal – über Karrierechancen, die Glückszahlen fürs Lotto und eine baldige Bekanntschaft mit gemeinsamer Urlaubsreise Bericht zu erstatten. Die Anbetung des Reifen, die Herbstgesänge der Menschen ekeln mich. – Schon die Saat ist zugerichtet, schon in ihr spannt sich der Zweck. Was der Ernte entgeht, was auf den Feldern nicht lohnt – was aus diesem Nutzlosen gegen sie treibt und schießt … – Unkraut! Es wuchert voller Gift in mir! Weitere Leseproben im Weblog Kategorie: etkbooks titel Schlagwörter: buch, kleine form, metapher, notate, prosa, sprache (motiv) Eintrag: 20140825, lmod.: 20191120 ISBN, ISSN, DOI: 9783905846157 DDC: 802 DDCclass: Verschiedenes Digitale Edition: etkbooks.com/?iproduct=7164
Wachspapiere (etkcontext 016) Wachspapiere Autor: Christian Steinbacher URL: Blogpost DOI: 10.17436/etk.c.016 Zeitraum: 2011, Dokumentart: Volltext Dokumenttyp: html, Exzerpt: PDF Read More
THE MAKING OF MENSCHENKITSCH (etkcontext 078) Monika Rinck Was ist Menschenkitsch? Überall liest man, der Siegeszug der generativen KI sei unausweichlich, besser höre man also schon jetzt damit auf, sich zu wehren. Genau dagegen geht das „Journal für Menschenkitsch“ an. Das handgemachte Journal für Menschenkitsch befasst sich mit der tech-libertären Bild- und Sprachästhetik und vergleicht diese mit dem analytischen Diskurs der Kitsch- und Kunstheorie. Natürlich steht dies in keinem Verhältnis. (…) Read More
Gestell und Ungestalt (etkbooks 007) Gestell und Ungestalt. Fassung erster Hand Rainer Hoffmann Nennen wir es augenblickliches, erstes Schreiben, erste Sprache der Erinnerung – ihre grünen Früchte … Momentum: das Noch-Nicht-Geronnene – als suche, beginne das Schreiben, gerade jetzt eine Form zu finden, oder als dürfe, könne es selbst bleiben, verharren, einen Augenblick in der unendlichen Fülle, in der Brüchigkeit und Flüchtigkeit seines Stoffs: sich fremd in dessen Ungestalt. … Die Zeit – kurz nach dem Ereignis, den Zwischenfällen, Begebenheiten, nahe ihrer Wahrnehmung, ihrer Beobachtung. Die Zeit – kurz vor der Ablagerung, Verschüttung oder gar ihrem Verschwinden. Die Zeit vielleicht noch vor der Skizze. …Nicht der Stoff im Hinblick auf ein Thema, Motiv. Belanglose Folge. Ohne Absicht, ohne Zweck, ohne Linie – sein Eigensinniges und Eigentätiges: sein Zufälliges, Unbändiges, Diffuses. … Nicht der Glaube an die Freiheit (oder gar Unschuld) dieses Augenblicks – der Wille zum Unmittelbaren erliegt zuerst dem Zwang. Das Unmittelbare – seltsames Begehren, merkwürdig fixe Idee – flieht unserem Bewußtsein immer schon voraus in die Unendlichkeit … Der Glaube aber an die Neugier der Sprache – auf die Leichtigkeit der Ordnung, die dunkle Organisation des Erinnerns, die Ästhetik seiner Augenblicklichkeit. … Ich berichte nicht. Ich analysiere nicht. Ich eigne mir nichts an. Ich liefere mich aus … – einer unmöglichen Erzählung des Erinnerten. (Ihre Unmöglichkeit ließe sich definieren, über folgenden Ort: eines Schreibens ausschließlich von innen her.) … Vor diesen wenigen Pfählen am Abgrund beginnen. Den wahnwitzigen, den paradoxen Versuch, inmitten eines jungen Erinnerns teilnehmend nachzubilden, wie dort verwandelt geschieht, was geschah. Und daher niemals so geschehen ist. Jede Erinnerung vergeht, bleibt einmalig, im Nu. (Klappentext) B E S T E L L E N September 2009, 84 S., 19 x 12 cm, Klebebindung ISBN: 978-3-905846-07-2, €10 / 16 SFr bestellen dieser titel ist auch im shop erhältlich. zurück zu novitäten Leseprobe im Weblog Read More