Flarf Disco (etkbooks 034) Hartmut Abendschein Flarf Disco folgt einem konzeptuellen Ansatz. Aus der vollständigen Sammlung von 120 Musik-CD-Samplern einer Zeitschrift für Popkultur und -theorie („Spex“, Jahrgänge 2000-2014) wurden die Musiktitel extrahiert und – wo nötig – ins Deutsche übertragen. Das so destillierte Wortmaterial wurde als (exemplarisches) Spracharchiv bzw. Korpus einer zeitgenössischen Popsprache verstanden und verwendet. Unter Anwendung diverser Montageverfahren und in mehreren Bearbeitungsstufen entstanden daraus Gedichte und Stimmungsbilder, die sich in Themenfeldern wie Jugend/Alter, Geschlecht/Gender, Musik, Identität, Urbanität etc. bewegen.
irgendwann vielleicht (etkbooks 033) Li Mollet In Li Mollets Prosaband „irgendwann vielleicht“ wird die Welt als poetisches Material betrachtet und synästhetisch wahrgenommen. Das schauende Ich öffnet sich breiten Wahrnehmungsfeldern. Sein Gegenüber, das fiktive Er und die anderen Personen spiegeln biografische, historische, soziologische und alltägliche Konfigurationen. Die Beobachtungen sind weitgefächert, aber auch disparat und kontingent. Mollets Sprache modelliert diese zu ungewohnten Gebilden und überraschend neuen Zusammenhängen.
Kennst du das Lied? (etkbooks 032) Milk + Wodka Das Label Milk + Wodka existiert seit 1999. Die Macher sind die Künstler Roman Maeder aus Zürich und Remo Keller aus Basel. Seit 1999 haben sie zehn Ausgaben des „Milk+Wodka Continental Comic Book“ mit etwa 300 nationalen und internationalen Künstlern publiziert. Daneben bringen sie ihre eigenen Editionen von Siebdruckkarten, Postern und Minicomix heraus und stellen ihre Bilder und Installationen regelmässig in Galerien, Clubs und Off-Räumen im In- und Ausland aus. Ihr Disco Quiz erscheint seit 2012 auch unter dem Titel „Kennst du das Lied?“ in der Schweizer Musikzeitschrift Loop. In dieser Ausgabe wird erstmals die bis anhin vollständige Serie als Sammlung ediert. (…)
Uns trägt das Angesungene (etkbooks 031) Dominik Riedo Kann Skizze Werk sein? Wo fängt ein Werk an? Wann und warum hört es auf? Welche Akteure sind daran beteiligt? Was bedeutet das für die Autorschaft? “Uns trägt das Angesungene” beschäftigt sich in performativer Art mit solchen Fragestellungen. Dominik Riedos “Mögliche Texte” sind Ideenskizzen von noch zu schreibenden Romanen, Erzählungen, Essays etc., in deren – zuweilen flapsigen, mündlich anmutenden – Vorwegnahme das ganze Drama unserer Endlichkeit und Kultur der Optimierung steckt. Das Buch wird in der schamlosen Ausstellung seiner (Un)Fertigkeit zur doppelten Allegorie einer offengebliebenen Korrektur. (…)