Flarf Disco (etkbooks 034) Flarf Disco. Popgedichte Hartmut Abendschein Mit einem Intro von Benedikt Sartorius* krokodile geister hardware farben der lenkung verstehe ich nicht und auch nicht das blasen im wind (Klappentext) Flarf Disco folgt einem konzeptuellen Ansatz. Aus der vollständigen Sammlung von 120 Musik-CD-Samplern einer Zeitschrift für Popkultur und -theorie („Spex“, Jahrgänge 2000-2014) wurden die Musiktitel extrahiert und – wo nötig – ins Deutsche übertragen. Das so destillierte Wortmaterial wurde als (exemplarisches) Spracharchiv bzw. Korpus einer zeitgenössischen Popsprache verstanden und verwendet. Unter Anwendung diverser Montageverfahren und -techniken der Verdichtung und in mehreren Bearbeitungsstufen entstanden daraus Gedichte und Stimmungsbilder, die sich in Themenfeldern wie Jugend/Alter, Geschlecht/Gender, Musik, Identität, Urbanität etc. bewegen. Mai 2015, 98 S., 19 x 12 cm, Klebebindung ISBN: 978-3-905846-34-8, €14 / 17 SFr Buchtaufe: 21. Mai 2015. “Flarf Disco” (Hartmut Abendschein mit Benedikt Sartorius im Café Kairo, Bern) Vorstufen und Textbausteine im Blog. Die Edition dankt dem Migros Kulturprozent. *Benedikt Sartorius (*1983) schreibt als freischaffender Musikjournalist für verschiedene Medien, arbeitet als Redaktor der Musikzeitung «Loop» und betreibt auf seiner Website einen Musikblog. Mehr… ——- „Disco this way, this go that way“ Matthias Hagedorn in: Kulturnotizen, 17.09.2015 „Flarf funktioniert als Protest gegen zuviel Kontext und zu pompöse Sinnträgerei. Dabei perpetuiert er im Ernst die Kontext- und Sinn-Felder, die er im Spiel suspendiert. Hartmut Abendscheins „Flarf Disco“ ist in dieser Hinsicht guter Flarf. Wenn denn „guter Flarf“ eine mögliche Aussage sein sollte.“ In: “Bingo spielen in der Disco”. Rez. von Stefan Schmitzer in fixpoetry, 03.9.2015 „Flarf Disco ist anstrengend, schweißtreibend und manchmal muss man verschnaufen oder ist aus dem Takt. Das gehört bei Abendschein mutmaßlich zu seinem speziellen Flarf. Nach Dirk Schroeder trägt er damit nicht nur zur Verbreitung eines interessanten Lyrik-Konzepts in Deutschland bei, er verändert es auch: Entlang des CD-Turms voller Spex-Papierhüllen zieht die Popmusik der 2000er-Jahre vorbei und kommt, in guter Lyrik verpackt, neu zu Gehör.“ In: “Der hohe Ton des Funkenkönigs”. Rez. von Julian Gärtner in literaturkritik.de, 27.8.2015 “Sieben Fragen an Hartmut Abendschein”. Interview mit Maximilian Pahl in: Der Bund, 21.5.2015 “Kulturtipps”. In: Berner Kulturagenda, Nr. 21, 2015 „flarf disco“ in „Subkutan“ (Radio Rabe), 17. Juni 2015 „«Flarf Disco» muss man nicht mögen, darf man auch merkwürdig finden, doch seine Originalität steht ausser Frage.“ Daniel Lüthi in zeitnah, 19.07.2015 „Die nähere Beschäftigung mit der Entstehungsgeschichte des Flarf, mit den Hintergedanken der Autoren beim Verfassen ihrer Werke und besonders die Durchleuchtung von Flarf Disco. Popgedichte hat mir jedoch gezeigt, dass Flarf-Gedichte keineswegs alle gleich sind. Bei flüchtiger Betrachtung mögen Flarf-Gedichte zwar als wirr zusammengewürfelter Haufen von Wörtern und Phrasen erscheinen. Nichtsdestotrotz ist jedes einzelne Flarf-Werk für sich ein eigenes, neues Kunstwerk und zwar dadurch, dass es eine eigenwillige Kombination von bereits Bestehendem darstellt. Nicht nur dadurch, dass jedes Flarf-Werk in seinem Entstehungsprozess verschiedenste Stadien durchläuft, die es immer wieder neu prägen und formen, sondern auch dadurch, dass jeder Autor und jede Autorin immer doch eine gewisse persönliche Note einbringt, die letztendlich jedes Flarf-Gedicht zu etwas Neuem macht.“ Vera Aschbacher: Flarf-Poetry. Am Beispiel von Hartmut Abendscheins Flarf Disco. Popgedichte. (Seminararbeit, WS 2015/16, Uni Innsbruck, S.16) „Flarf Disco. 3 Popgedichte“ in: METAMORPHOSEN 13, Magazin für Literatur und Kultur, April 2016 „DER BEATBOXER ZIEHT MICH“. In: Bestiaire Intime #56, 2020 Kategorie: etkbooks titel Schlagwörter: buch, cut-up, gedicht, gedichtband, konzeptliteratur, korpuspoetik, liedtitel, montage, popmusik (sprache), sampler, spex, sprachkorpus Eintrag: 20150421, lmod.: 20200527 ISBN, ISSN, DOI: 9783905846348 DDC: 782.42 DDCclass: Lieder Digitale Edition: etkbooks.com/?iproduct=7180
KRD-Fiktionen (etkcontext 061) KRD-Fiktionen Hybrido Unreim (Hrsg.) URL: Download, PDF (Digitales Objekt, 15 MB, 51 S.) DOI: 10.17436/etk.c.061 Zeitraum: 2022, Dokumentart: Volltext Dokumenttyp: PDF Read More
Kein Mensch scheint ertrunken (etkbooks 038) Norbert W. Schlinkert Das Eis der Zivilisation ist dünn, es bricht jeden Augenblick, und nur durch Eiseskälte schließt sich der Bruch. Ich gehe – heute, ich gehe jetzt – einige Zeit in eine Richtung und erreiche den nahezu kreisrunden See im Nordosten der Stadt, den es, das weiß ich aus einer Lektüre, seit der Steinzeit gibt. Der Mensch ist älter, denke ich, bin aber dennoch beeindruckt. Dann lenkt mich das Getöse des Verkehrs ab, der kaum zweihundert Meter entfernt, jenseits des Sees, vorüberbraust, und ich denke, auch eine besonders explosive Weltkriegsbombe hätte diesen See erschaffen können. Dagegen aber sprechen die Altbauten in unmittelbarer Nähe. Also doch die Steinzeit. (Klappentext) Read More
Ich bin Beara (etkbooks 083) Boris Dežulović Diese Kollektion diverser Textsorten – Erzählungen, Essays, Kolumnen – über den Fussballverein Hajduk Split ist ungemein witzig, zuweilen sarkastisch, und immer mit Blick auf politische und kulturelle Hintergründe. Dežulović schreibt über die antifaschistische Geschichte des Klubs, die Fankultur, über den Nationalismus der heutigen Fanszene, über große Spiele, Klublegenden und seine eigenen Erfahrungen als Fan. (…) Read More