Gestell und Ungestalt (etkbooks 007) Gestell und Ungestalt. Fassung erster Hand Rainer Hoffmann Nennen wir es augenblickliches, erstes Schreiben, erste Sprache der Erinnerung – ihre grünen Früchte … Momentum: das Noch-Nicht-Geronnene – als suche, beginne das Schreiben, gerade jetzt eine Form zu finden, oder als dürfe, könne es selbst bleiben, verharren, einen Augenblick in der unendlichen Fülle, in der Brüchigkeit und Flüchtigkeit seines Stoffs: sich fremd in dessen Ungestalt. … Die Zeit – kurz nach dem Ereignis, den Zwischenfällen, Begebenheiten, nahe ihrer Wahrnehmung, ihrer Beobachtung. Die Zeit – kurz vor der Ablagerung, Verschüttung oder gar ihrem Verschwinden. Die Zeit vielleicht noch vor der Skizze. …Nicht der Stoff im Hinblick auf ein Thema, Motiv. Belanglose Folge. Ohne Absicht, ohne Zweck, ohne Linie – sein Eigensinniges und Eigentätiges: sein Zufälliges, Unbändiges, Diffuses. … Nicht der Glaube an die Freiheit (oder gar Unschuld) dieses Augenblicks – der Wille zum Unmittelbaren erliegt zuerst dem Zwang. Das Unmittelbare – seltsames Begehren, merkwürdig fixe Idee – flieht unserem Bewußtsein immer schon voraus in die Unendlichkeit … Der Glaube aber an die Neugier der Sprache – auf die Leichtigkeit der Ordnung, die dunkle Organisation des Erinnerns, die Ästhetik seiner Augenblicklichkeit. … Ich berichte nicht. Ich analysiere nicht. Ich eigne mir nichts an. Ich liefere mich aus … – einer unmöglichen Erzählung des Erinnerten. (Ihre Unmöglichkeit ließe sich definieren, über folgenden Ort: eines Schreibens ausschließlich von innen her.) … Vor diesen wenigen Pfählen am Abgrund beginnen. Den wahnwitzigen, den paradoxen Versuch, inmitten eines jungen Erinnerns teilnehmend nachzubilden, wie dort verwandelt geschieht, was geschah. Und daher niemals so geschehen ist. Jede Erinnerung vergeht, bleibt einmalig, im Nu. (Klappentext) B E S T E L L E N September 2009, 84 S., 19 x 12 cm, Klebebindung ISBN: 978-3-905846-07-2, €10 / 16 SFr bestellen dieser titel ist auch im shop erhältlich. zurück zu novitäten Leseprobe im Weblog
urban studies (etkbooks a.r.) urban studies texte, entwürfe, skizzen Wie jede andere Stadt erzählt auch diese Geschichten, Episoden, Affären, streut Gerüchte und lügt wie gedruckt. Doch anders als die anderen Städte wiederholen sich die Begebenheiten in dieser Stadt. Sie erzählt dieselben Geschichten wieder und wieder und immer in derselben Reihenfolge und stets mit denselben Worten, sie läßt sie in den immer gleichen Strassen und Gassen sich zutragen, läßt Liebende in identischen Schlafzimmern und Parkanlagen wiederholt sich lieben, ohne daß ein Grashalm unter dem Gewicht ihrer Liebesschwüre nachgäbe oder ein neuer Schwur dem Liebesspiel frische Falten in die Laken würfe. von Markus A. Hediger & Hartmut Abendschein mit Illustrationen von Carla Zacheu B E S T E L L E N Sept. 2007, 149 S., 19 Abb., 22,9 x 15,2 cm, Klebebindung ISBN: 978-3-033-01304-9, €13.00 bestellen dieser titel ist auch im shop erhältlich. zurück zu novitäten
Franz Kafka – Kleine Formen (etkbooks 010) Franz Kafka – Kleine Formen. Gesammelt und gelesen von Fritz Michel und Hartmut Abendschein Coverillustrationen: Sabine Jansen B E S T E L L E NMärz 2010, 76 S., 19 x 12 cm, Klebebindung ISBN: 978-3-905846-10-2, €10 / 16 SFr bestellen dieser titel ist auch im shop erhältlich. zurück zu novitäten Problemperformance: Werk, Gattung, Text, Autorschaft, Rezeption, Edition, Ikonographie Literaturtheorie, praktisch: Franz Kafka – Kleine Formen
Abduktionen, Aberrationen I (etkbooks 015) Abduktionen, Aberrationen I Aufzeichnungen Rainer Hoffmann “Das Helle zieht mich tiefer hinab.” (Klappentext) B E S T E L L E N April 2011, 58 S., 19 x 12 cm, Klebebindung ISBN: 978-3-905846-15-7, €10 / 14 SFr bestellen dieser titel ist auch im shop erhältlich. zurück zu novitäten leseproben im weblog