Hartmann (etkbooks 063) Hartmut Abendschein Ist das ein Roman? Ein visuelles Langgedicht oder Epos? Eine nostalgische Assemblage oder Collage? Eine undurchsichtige Konstellation? Ein konzeptuelles Textwerk? Vielleicht von allem ein bisschen. “Hartmann”, so der Titel dieser Arbeit (und auch der Name des Protagonisten), entstand aus einem Stempelkonvolut, das in den Jahren 2014 bis 2017 intensiv angesammelt wurde. Einige hundert gebrauchte Office-Stempel wurden dazu erfasst, dokumentiert, angedruckt, digitalisiert und inventarisiert. „Hartmann“, als letztlich umfangreicher, narrativ aufgebauter Stempeltext, verströmt einiges an Behördenluft. Das ist kein Zufall. (…)
Zwangsverwandtschaften (etkbooks 062) René Luckhardt Ob wir wollen oder nicht, wir sind verwandt. Aber auch wenn wir Wahlverwandtschaften suchen, bei unseren Partner*innen, im Beruf, im Kulturellen, Sexuellen und Sozialen, wirken Gesetzmäßigkeiten, die sich unserem Willen nicht unterordnen werden. Verwandtschaftsgefüge, so könnte die These des Buches lauten, sind immer auch Zwangsverwandtschaften. In fünf literarisch-theoretischen Essays, die hier erstmalig zusammengefasst erscheinen, untersucht René Luckhardt die Mechanismen des Verwandtseins und des Sich-anverwandtschaftens. (…)
Die Dinge daheim (etkbooks 061) Christoph Simon Christoph Simons Band kleiner Formen beschäftigt sich mit dem as-if der Objekte. Was wäre, wenn wir das Haus verliessen, heimlich, still und unsichtbar zurückkehrten und dann dem Treiben der wie belebten Dinge daheim beiwohnten, sie beobachteten, ihnen zuhörten? Wir bekämen es mit naheliegenden Anthropomorphismen bzw. Prosopopöien zu tun. Oder gar – wie menschlich – mit Gegenständen in völlig verqueren Situationen oder mit überzogenen Vorstellungen und seltsamen Träumen. (…)“
Ludwig & Gertrude (etkbooks 060) Tine Melzer & Egon Stemle Dieses Buch feiert die Lust der Wiederholung der Gertrude Stein und setzt sie in Beziehung zu Ludwig Wittgensteins Hypothese, dass die Bedeutung eines Wortes in seinem Gebrauch liegt. Es enthält deren gemeinsames Vokabular, das gemeinsame Schnittpunkte darstellt, in denen sich zwei Autorschaften – wortwörtlich – treffen. Als Shared Vocabulary wird der gemeinsame Wortschatz zweier Hauptwerke des österreichisch-britischen Philosophen und der amerikanischen Schriftstellerin, nämlich Tractatus Logico-Philosophicus (1922) und Tender Buttons (1914) visualisiert. (…)“