Category Archives: etkbooks

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Giacomo Joyce (etkbooks 025)

9783905846256

Giacomo Joyce.

Notate
James Joyce
Mit zwei Aneignungen ins Deutsche
von Alban Nikolai Herbst
und Helmut Schulze

Die Notate des „Giacomo Joyce“ entstanden in Triest wahrscheinlich um 1914/15. Sie sind das poetische Protokoll eines verbotenen Begehrens und wurden zurückgehalten; einzelne Formulierungen flossen aber deutlich in Joyces berühmten Roman „Ulysses“ ein. Fünfundvierzig Jahre nach Klaus Reicherts Übersetzung von 1968, die unmittelbar auf Richard Ellmanns Freigabe der Originaltexte folgte, legen Herbsts und Schulzes „Aneignungen“ überraschend neue Interpretationen des Protokolls dieser innigen und doch hoch skrupulösen, weil „inkorrekten“ Leidenschaft vor. (Klappentext)

 

„My words in her mind: cold polished stones sinking through a quagmire.” [JJ]
„Eine Spätzin unter den Wagenrädern Dschagganaths, des bebenmachenden Erschütterers der Welt. Sei ihr freundlich, Masser Gott, gròsser Masser Gott!“ [ANH]
„Eulenaugen, neunmalklug. Eulenklugheit starrt aus ihren Augen, die sich bei ihrer Summa gegen die Heiden ganz auf die Neunerprobe verlassen.“ [HS]

 

September 2013, 72 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-25-6, €12 / 15 SFr

 

Die Aneignungen des Giacomo Joyce entstanden in enger Zusammenarbeit, deren ersten Ergebnisse in Die Dschungel.Anderswelt öffentlich diskutiert wurden.

„(…) Bemerkenswert die unterschiedlichen Versionen von «adultery of wisdom». Herbst interpretiert auf den ersten Blick plausibler. Es ist Giacomo, der betrügt, und Herbst führt die «Weisheit» dann in die Kulturgeschichte zurück. Schulze geht weiter weg: Bei ihm betrügt die «wisdom» als ein falsches Orakel. Einen Sieger gibt es da natürlich nicht.“ (Rez. von Stefan Howald in: WOZ, 7.11.2013)

Helmut Schulze liest aus Giacomo Joyce:

 

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Schellendiskursli / Schellenexkursli (etkbooks 024)

9783905846249

Schellendiskursli / Schellenexkursli.

Eine poetische Analyse des “Schellenursli”
mit einem Kommentaressay
und zahlreichen Illustrationen
sowie einem Nachwort von Elisabeth Wandeler-Deck
von Hartmut Abendschein

Das bekannte Kinderbuch „Schellenursli“ (Carigiet / Chönz, 1945) geniesst in der Schweiz Kultstatus. Dabei wird es, seit seiner Publikation, weitgehend kritikfrei als Kanoniker und Identitätstext durch die Jahrzehnte gereicht.

Zum bald 70. Geburtstag möchte sich „Schellendiskursli / Schellenexkursli“ diesem Text in experimenteller, poetischer Weise nähern und Probleme und die Vielschichtigkeit der darin versammelten, diskursiven Einlassungen im Bild und Text untersuchen. Dabei geht es nicht alleine darum, beispielsweise – aus heutiger Sicht – neoliberale Ideologeme zu markieren und zu stigmatisieren. Vielmehr durchziehen Bild und Text multiple Diskursaussagen, die breite Wissensfelder der Theologie, Psychoanalyse, Ökonomie, Philosophie, Sexualität, Literatur etc. berühren: „Schellendiskursli / Schellenexkursli“ greift diese auf und dekonstruiert sie zu einem komplexen, assoziativen Gewebe, das neue Zugänge legen soll.

zur tagesrückzeit nacht das dorf
der mensch schläft was sich nun bewegt
ist die natur spürt spuren auf zäsuren
noch bevor es dazu menschelt fragt sich
was hat ursli was der neue glocken
mensch verloren neben unschuld para
dies ursprünglichkeit und gartenzaun der kindheit
aufgegangner mond erkenntnis zugewinnt
den adam eva kleist motor er rattert
schon das dorf liegt noch in blindheit

(Klappentext)

Juli 2013, 92 S., 13,7 x 13,7 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-24-9, €14 / 17 SFr
Mit 20 Kinderzeichnungen zu “Schellenursli”

 

 

Leseprobe / Mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Schellenursli

„Oft sind es dabei gerade die Nebenbemerkungen, die scheinbar kleinen Texte, die Verdrängtes zutage fördern: Experimente wie Hartmut Abendscheins Schellendiskursli (2013), das spielerisch das Bündner Kinderbuch als die neoliberale Schule der Nation zu entziffern versucht (…)“. Philipp Theisohn in: „Die Rückeroberung“, Die Zeit (3), 15.1.2015

“Ein grandioser wissenschaftlicher Ulk auf höchstem Niveau!” (Rez. von Stefan Howald in: WOZ, 5.9.2013)

“Nicht nur Linguisten und Sprachwissenschaftler werden ihre Freude am Buch haben, sondern auch generell Interessierte an der Materie und Menschen, die Texte kritisch hinterfragen. Zudem eignet sich „Schellendiskursli / Schellenexkursli“ auch als Lehrbuch darüber, wie man Texte zerlegen und analysieren kann.” nahaufnahmen, 24.08.2013

“Was für ein kluger, poetischer, lieber und ironischer Text! … Die Erfindung der ‘Poetischen Diskursanalyse’ …” Renate Giacomuzzi, Innsbrucker Zeitungsarchiv, Institut für Germanistik

“Die Härte der Glockenzone – eine Schelle” in: Salzkristalle und Trüffelpilze, 2.7.2013

Beitrag und Interview in “Subkutan” Radio RaBe, 3.7.2013

Ausserdem:
Kombi-Angebot:
1x Schellendiskursli + 1x Schellenursli (Mini-Edition: 9.5×7.5 cm, Br) = €18 / 22 SFr

 

 

Supplement-Katalog: The Bellbox Archives (Schellenböxli 1-10, Guckkasten-Assemblage). 12 S. in Farbe, limit. Aufl. (50 Expl.), 6 SFr / 5 Eur. Mehr …