
schachteln
Autor: Hartmut Abendschein
URL: Blogserie
DOI: 10.17436/etk.c.003
Zeitraum: 2006-2007, Dokumentart: Volltext
Dokumenttyp: html, Exzerpt: PDF

Autor: Hartmut Abendschein
URL: Blogserie
DOI: 10.17436/etk.c.003
Zeitraum: 2006-2007, Dokumentart: Volltext
Dokumenttyp: html, Exzerpt: PDF

Prosa
Li Mollet
Das Rot der wilden Rebe kündigt kurze Tage an, Kastanien und Katarrh. Die Schmetterlinge verpuppen sich an feinen Zweigen. Alltägliches kann betrachtet werden. Mängel sind geduldet. Vorläufiges ist gegeben. Irritation unvermeidlich. Erhofft wird die Möglichkeit der Metamorphose. Bei so viel Überfluss, sagt jemand, lohnt es sich, asketisch zu leben. Mein Versuch, die Welt im Kopfstand zu betrachten, scheitert an den fallenden Falten meines Kleides. Auch diese Blackbox geizt nicht mit Bildern. Man kann sich zum Veränderlichen verhalten, sagt er und reibt sich einen Fleck vom Ärmel. Das könnte immer wieder geschehen, die Wiederholung des Ähnlichen, sage ich. (Klappentext)
In Li Mollets Prosaband „irgendwann vielleicht“ wird die Welt als poetisches Material betrachtet und synästhetisch wahrgenommen. Das schauende Ich öffnet sich breiten Wahrnehmungsfeldern. Sein Gegenüber, das fiktive Er und die anderen Personen spiegeln biografische, historische, soziologische und alltägliche Konfigurationen. Die Beobachtungen sind weitgefächert, aber auch disparat und kontingent. Mollets Sprache modelliert diese zu ungewohnten Gebilden und überraschend neuen Zusammenhängen.
April 2015, 118 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-33-1, €16 / 20 SFr
Auszüge aus Li Mollets „irgendwann vielleicht“ erscheinen in der Übersetzung von Nathalie Garbely in der Ausgabe n° 1073-1074 (Sept./Okt. 2018) von Europe : revue littéraire mensuelle.
„Die Minute vor dem Wunder.“ Nico Bleutge in: Stuttgarter Zeitung, 05.02.2016
„Am größten ist vielleicht Li Mollets Lust, sich selber Wörter auszudenken. Was ein „Flüsterabstand“ ist, was ein „Winterbote“ oder „Reifenschleifen“ sind, kann man aus diesem beweglichen kleinen Buch erfahren.“ Nico Bleutge in Süddeutsche Zeitung, 21.12.2015
„Li Mollet schafft es, gleichzeitig Ruhe, eine Art Heiterkeit und auch Nachdenken über das Leben, über die Welt zu besorgen. Alles ist pure Notwendigkeit, pure Literatur. In ein paar Wörtern werden innere und äussere Landschaften gemalt. Es ist ganz wunderbar.“ (Cécile Wajsbrot)
„Mollets «irgendwann vielleicht» ist verschriftlichtes Gedankenspiel, ein Moment am Fenster, wo wir Kindern draussen beim Ballspielen zusehen, während auf dem Herd langsam der Speck zu braten beginnt. “ Daniel Lüthi in: zeitnah, 31.05.2015
Lesungen: 9. April 2015, Bern. Li Mollet mit Nico Bleutge in Aprillen / 16. April 2015 im Cabaret Voltaire, Zürich
Die Edition dankt der Burgergemeinde und dem Kanton Bern sowie dem Migros Kulturprozent.

Hybride Stoffe.
Von Hartmut Abendschein
„»Die Träume meiner Frau«, das sind einhundert kleine Prosaformen, denen eigentlich die Bezeichnung Kurz- Geschichten viel näher käme. Denn diese Traumsequenzen, Momentaufnahmen und fantastischen Versatzstücke wirken wie Fragmente großer und kleiner Geschichten, die förmlich zum »Weiterspinnen« auffordern. Dabei schleicht sich das Fantastische in das scheinbar Banale und Alltägliche ein, durchdringt es und verändert es manchmal auf beängstigende, manchmal auf wunderbare Weise. Gewohntes wird auf den Kopf gestellt, das erzeugt Irritation und Orientierungslosigkeit, aber andererseits auch Spannung und ein »Möglicherweise«. Fragender Zweifel kann auch die Basis für eine neue Sichtweise sein: Was ist Fiktion, was Realität? Was ist denkbar, was utopisch? Was, wenn der Traum Wirklichkeit wäre? Diese elementaren Fragen durchdringen Abendscheins Prosa auf eine wunderbar spielerische, manchmal humorvolle Weise, die sich in einer bildhaften Sprache widerspiegelt. Diese wird zuweilen in bester Dada-Manier auf den Kopf gestellt, und voller hintergründiger Sprach-Lust werden daraus virtuose Lautmalereien und fantastische Wortreisen erschaffen.“ (Verlagstext)
Dieser Titel aus dem ATHENA Verlag ist im Buchhandel, beim Verlag und im Shop erhältlich.
1. Auflage 2007, 120 Seiten, Format 20 x 12 cm
ISBN 978-3-89896-305-3, Broschur, 11,90 €, 21,00 sFr
„Kaum weniger eigenwillig tritt Abendschein auf, wenn er mit surreal-akademischem Habitus nicht über die Frau seiner Träume, sondern über die Träume seiner Frau schreibt.“ in: Stuttgarter Nachrichten, 04.01.2013
„Vom Prinzip der Analogie“ Der Dreischneuss (Nr. 20)
„… fasziniert die spezifische logik, die absolute spannung …“ Christiane Zintzen, in|ad|ae|qu|at
„‚Die Träume meiner Frau‘ sind ein Orientierungslauf für den Schlaf.“ Markus A. Hediger, Avenida Perdida

Tiddlywikiroman.
Von Hartmut Abendschein
Der Schriftsteller Benedikt arbeitet an seinem Zweitling. Trotz der Bedenken seines Agenten Röhrling, lässt er sich nicht davon abbringen, als Ort und Gegenstand seiner Skriptur eine Bibliothek auszuwählen. Die scheinbare Anna, eine dort Angestellte in unbestimmter Funktion, mischt sich in sein Unternehmen ein. Es beginnt eine Textreise, bei der sich am Ende sämtliche Gewissheiten in Luft auflösen. (Klappentext)
1. Auflage 2008, (Elektronische Ressource)
ISBN 978-3-905846-02-7, open access / Donation
Dateiversand auch auf Anfrage
Zu Autorschaft, Intertextualität … In: Die Dschungel. Anderswelt.
„Daran führt kein Weg vorbei.“ Alban Nikolai Herbst
„Ein spannendes Experiment“ netbib weblog
„Amazing TiddlyWikiFiction. I wish I could understand it“ Jeremy Ruston, Osmosoft
„sehr hübsche Übergangseffekte“ netzwertig.com
„Texte, die man sich wie einen Dschungel erarbeiten muss.“ Ein Gespräch mit Andreas Louis Seyerlein