Über die Dummheit (etkbooks 041) Robert Musil Robert Musils Reflektion über die Dummheit verweist auf die Aporie, diese gültig zu fassen, und findet doch Rat. Franz Schuh bemerkt, „es gibt Spezialdummheiten, die man mit relativer Intelligenz durchaus benennen kann, ohne dass man dabei dem Paradox der Dummheit verfällt.“ Mit dieser kolorierten Fassung wird der immer noch aktuelle Text verändert, ohne aber diesen zu ändern. Eine Dummheit? (…)
Il seme del piangere / Die Saat des Weinens (etkbooks 040) Giorgio Caproni Zweisprachige Ausgabe im Paralleltext. Giorgio Caproni wurde 1912 im toskanischen Livorno geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte der Lyriker in Livorno und Genua. 1939 wurde er zum Militärdienst einberufen, kämpfte an der Westfront und nahm während der deutschen Besatzung am Partisanenkampf in Val Trebbia (Provinz Genua) teil. Vorübergehend war er als Grundschullehrer beschäftigt. Nach seiner Übersiedelung nach Rom arbeitete Caproni als Kritiker für mehrere Zeitungen und Zeitschriften sowie als Übersetzer, vor allem aus dem Französischen (Proust, Céline, Maupassant, Char etc.). (…)
Abduktionen, Aberrationen II (etkbooks 039) Rainer Hoffmann „Die Forderung nach Redlichkeit vermag nur eines, denn beide, Herrn H. und den Erzähler zu verfehlen. Einer irgend zu findenden oder methodisch festzuzurrenden Authentizität von Begebenheiten und deren chronologischen Auffädelung, einem Autobiographischen, wird hier nicht nachgegeben. Weder in der Art herkömmlicher Korrespondenz, realistisch, noch in der ihrer Brechung oder Vervielfältigung mittels konstruktiver oder imaginärer Manöver. Gerade diese kamen und spielten ihm immer schon zu. So blieb dem Verfasser, aus Treue zu seiner Weigerung, sich als Persönlichkeit zu begreifen, einzig die radikale Ehe mit der Idee eines Lebens, das ihn im Unvordenklichen nur verführen wollte. (…)“
Kein Mensch scheint ertrunken (etkbooks 038) Norbert W. Schlinkert Das Eis der Zivilisation ist dünn, es bricht jeden Augenblick, und nur durch Eiseskälte schließt sich der Bruch. Ich gehe – heute, ich gehe jetzt – einige Zeit in eine Richtung und erreiche den nahezu kreisrunden See im Nordosten der Stadt, den es, das weiß ich aus einer Lektüre, seit der Steinzeit gibt. Der Mensch ist älter, denke ich, bin aber dennoch beeindruckt. Dann lenkt mich das Getöse des Verkehrs ab, der kaum zweihundert Meter entfernt, jenseits des Sees, vorüberbraust, und ich denke, auch eine besonders explosive Weltkriegsbombe hätte diesen See erschaffen können. Dagegen aber sprechen die Altbauten in unmittelbarer Nähe. Also doch die Steinzeit. (Klappentext)