Punk Pygmalion (etkbooks 026) Jutta Pivecka Beinahe erinnern die Liebesbriefe an ihre Freundin Emmi aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, die M. in ihrem heimlich betriebenen Blog veröffentlicht, in ihrer Unbedingtheit des Gefühls an Briefromane aus einer Zeit der Empfindsamkeit. Damals allerdings stellten sich Erzählung und Erzähler nicht selbst in Frage. Heutzutage sind gefakte Facebook-Profile, falsche Wikipedia-Einträge, und gefälschte Webseiten mit wenigen Klicks zu erstellen. Avatare behaupten, literarische Figuren zu sein und umgekehrt. (…)
Recycling Le Tour de France (etkbooks 029) Hartmut Abendschein Veraltete Texte und gebrauchte Instrumente können durch bekannte und neue Verfahren und Kontextualisierung recycelt werden. Die Produkte sind oftmals erstaunlich. Dies soll ein praktisches Plädoyer für den kreativen Umgang mit abgegriffener Kultur sein. “Recycling Le Tour de France” versteht sich als multimediale, konkret-poetische Montagearbeit, die überkommene Text-, Hard- und Softwareformen, d.h. Sprache, Sound und Technik zerlegt, anwendet, rekombiniert und daraus frische, ästhetische Gebilde formt. (…)
Ein Fonduekoch geworden sein (etkbooks 022) Elisabeth Wandeler-Deck Kochen & Speisen lässt sich unschwer allegorisch verstehen, wenn es zur poetischen Handwerklichkeit kommt. Elisabeth Wandeler-Decks kleine Formen beschäftigen sich allesamt mit Essbarkeiten, gleichzeitig aber auch mit erinnerter Einsamkeit und familialer Gemeinschaft. Sie untersuchen damit mögliche sprachliche und zeichenhafte Verwandtschaftsverhältnisse von Gerichten und Beziehungsvergangenheiten. (…)
Süditalienische Reise (etkbooks 023) Giuseppe Ungaretti „Aus der Entfernung von dreißig Jahren dieser unserer Begegnung, finde ich in diesen Seiten dieselbe Liebe für Süditalien wieder, die mich damals überwältigte, und die Fähigkeit, mit der reinen Seele des Dichters, die altertümliche Kraft, die diese Landschaft ausdrückt, zu erfassen. (M.G.) “ / „… diese anmutige Hingabe an die Orte (»unheimlich und episch«, wie es einmal heißt), das am Ende mit dem Autor »ziellos[e]« Herumstreifen in Neapel – all dies ist mit diesem Buch möglich, wozu auch die kongenialen Zeichnungen von Sabine Jansen beitragen.“ (…)