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kiosktexte (etkbooks 058)

kiosktexte

Julia Haenni
 
Mit einem Nachwort von Fadrina Arpagaus
 
 
 
 
 
 
 
Julia Haennis Texte kommen direkt zur Sache. ”kiosktexte” versammelt solche, die allesamt in Auftrag gegeben wurden. Oftmals akquirierte die Autorin diese an einem kleinen, kioskartigen Ort und liess sich von den Auftraggeber*innen überraschen. Sachtext, Sprechtext, Jubelode, Trauerschrift, Konkrete Dichtung, Gedankenprosa, Raumreflektion, Festivalmotto, Haiku, Tattoosujet, in Mundart oder Schriftdeutsch … so heterogen die Textbestellungen auch waren, stets nahm Haenni nie Abstand vom eigenen, schreibenden Ich, sondern platzierte genau darin ihre unumwundene, kantige Poetik.
 
Leseprobe (PDF)
 
 
Oktober 2020, 110 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-58-4, €15 / 18 SFr
 
„Suppensongs und Lurchenhymnen“. Sandra Dalto in der Berner Kulturagenda über „kiosktexte“ von Julia Haenni. 7.10.2020
 
„Julia Hännis Kiosktexte“. Gisela Feuz: Julia Hänni liest für RaBe. Radio RaBe, 8.10.2020
 
„Raffinierte Gebrauchsliteratur: Darf es ein Liebeshaiku sein?“ Alexander Sury in Der Bund, 14.11.2920
 
„Das kleine «Best of» einer Kippensammlerin“. Fredi Lerch über Julia Haennis „kiosktexte“ in Journal B, 02.11.2020
 
„Literatur to go“. Sari Pamer über Julia Haennis „kiosktexte“ im Schweizer Buchjahr, 06.09.2021


Kategorie: etkbooks titel
Schlagwörter: auftragsarbeit, gebrauchstext, kiosk, literaturgattung, textproduktion
Eintrag: 20200826, lmod.: 20210907
  • DDC: 658.723
  • DDCclass: Aufträge und Verträge
  • ISBN, ISSN, DOI: 9783905846584
  • Digitale Edition: etkbooks.com/?iproduct=8362

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Dranmor

Dranmor

   


Von Hartmut Abendschein

»Es zischt und schmatzt und löst sich auf. Erst in Phasen und seltenen Farben, dann verzieht sich ein Teil nun schwefelnder Lache fluchend wieder nach oben durch den Wandbruch, dorthin, wo er wohl herkam. Für den Kopf des dampfenden Wesens ist es zu spät. Er zerfällt unter lautem Getöse zu Staub und fliesst aufgescheucht durch den Ausguss ab. Zurück bleiben ein paar einzelne Seiten. Nach Verzug des Rauches sind bald Wörter und ganze Sätze darauf erkennbar. Sätze einer Handschrift. Man reibt sich die Augen. Da ist eine Abschrift aus dem Vorwort zur dritten Auflage der Gesammelten Dichtungen.« (Klappentext)

Die historische Person Ferdinand Schmid alias Dranmor (1823–1888) ist ein längst vergessener Schweizer/Berner Dichter und Diplomat, der und dessen Werk in diesem Fragment-Roman als Bearbeitungsoberfläche des Ich-Erzählers dient. In der Sekundärliteratur wird Dranmor als »Mann des Übergangs« oder auch als »seltsamer Mann« beschrieben, getrieben von einer großen Lust auf Literatur und fernen Zielen. Geboren in Bern, lebte er einige Zeit in Österreich in k.u.k.-Diensten, um dann im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts nach Brasilien zu reisen, dort Österreich zu vertreten und sich engagiert um die Kolonialisierung bestimmter Landstriche Brasiliens zu bemühen. Seine Bemühungen scheiterten. Er reiste wieder nach Bern zurück, wo er unter mysteriösen Umständen starb.

Im Zentrum der Erzählung, die sich in der Gegenwart situiert, steht ein Ich-Erzähler, der Dranmor auf der Spur ist bzw. diesen »ausgraben« will. Die Wahrnehmungen des Erzählers, der sich immer mehr in Vergangenheiten verstrickt und diese klittert, seine Aufzeichnungen, Exzerpierungen, Reflexionen und sein kontinuierlicher Zerfall, der auch mit Dranmors Vita parallel geführt wird, machen diesen Text auch zum Erzählexperiment. Zentrale Motive des Textes sind: das Schreiben und Zur-Sprache-Finden des Erzählers, die Bedeutung von Literatur an sich und die Identifikation mit Vorgängern sowie am Rande: Heimat/Fremde/Exilierung.

Dieser Titel aus dem ATHENA Verlag ist im Buchhandel, beim Verlag und im Shop erhältlich.

B E S T E L L E N

1. Auflage 2012, 168 Seiten, Format 20 x 12 cm

ISBN 978-3-89896-491-3, Broschur, 14,90 €, 21,00 sFr

In der ATHENA-Reihe edition exemplum erschien von Hartmut Abendschein auch ”Die Träume meiner Frau”

Lesungen aus Dranmor:

17. august 12, bern, “neue berner prosa”, buchvernissage in der “bar 14b” (falkenplatz 14b) // 14. september 12, köln, “Es ist fast gar keine stimmung vorhanden”. lesung zus. mit stan lafleur, kunstraum dellbrück // 27. oktober 12, zürich, 14h, “neue berner prosa” im cabaret voltaire (zürich liest) // 10. november 12, literaturfestival basel, “litblogs.net, rheinsein, taberna kritika” zus. mit stan lafleur …


stimmen

“Wir sind flexibel” (Zu Hartmut Abenscheins: DRANMOR) in: Gleisbauarbeiten, 11.5.2013

”Dranmor wird zu einer Inszenierung der Diskrepanz zwischen Sprache und Wirklichkeit, der Unmöglichkeit, von Leben und Identität zu erzählen.” in: Stuttgarter Nachrichten, 04.01.2013

Abendschein schreibt zwar keine Autobiographie. Aber er sucht über die Form eine Nähe zur sich mehr in Auflösung befindlichen, in eine Zwischen­welt abdriftenden Persönlichkeit. in: Begleitschreiben, 25.8.2012

Wo ist bloß dieser Text abgelegt? Kunstvoll erzählt Hartmut Abendscheins »Dranmor« vom Schriftstellerwahnsinn. in: junge Welt, 20.10.2012 sowie in den Kulturnotizen, 08.12.2012

Peggy Neidel über Dranmor. in: Poetenladen, 02.11.2012

„Hätte man nur jemand anderen angefasst und ausgegraben“. in: literaturkritik.de, 07.11.2012

Dranmor Passagen im SALON LITTÉRAIRE / (Part 02) in: in|ad|ae|qu|at, 25.11.2012

“Zur Entstehung” in: taberna kritika

“Verführerisch” in: Die Dschungel. Anderswelt.

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spatien – zeitschrift für literatur (etkbooks a.r.)

spatien – zeitschrift für literatur

issn 1661-383X

“spatien – zeitschrift für literatur“ (mehr) erschien print & online in 6 ausgaben von 2006-2008. die hefte können (mit ausnahme von heft 5) bei der dt. nationalbibliothek (pdf) heruntergeladen werden. einzelne printausgaben können noch – bei lieferbarkeit – bestellt werden. hrsg. waren: arne vogelgesang, markus a. hediger, hartmut abendschein und benjamin stein (verantw. s. jew. heft).



B E S T E L L E N (Print)

Ausgaben:
heft 6 [II.08]: deinesgleichen
heft 5 [I.08]: literarische weblogs (sondernummer)
heft 4 [II.07]: tracht und niedertracht
heft 3 [I.07]: an den tod
heft 2 [II.06]: das passiv
heft 1 [I.06]: räume


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einzelne hefte dieses titels sind auch im shop erhältlich.

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titel, themen, theorien


termine

  • bern, view master reel fictions, rmpg#2, etkbooks store, 2.-22. januar 2026 , v: 8.01. [w/ m kämpf, r urweider] →
  • bern, text!, gespräch mit jared muralt, bibliothek münstergasse, 22. januar 2026 →
  • wien, logotopia [h abendschein], alte schmiede, 26. januar 2026 →
  • wien, räume für notizen [hab], kunsttankstelle ottakring, 27.01.-07.02.2026 →
  • bern, text!, gespräch mit sarah elena müller, bibliothek münstergasse, 19. februar 2026 →
  • bern, new releases [j rüegger/ h abendschein], rst_22, etkbooks store, 28. februar 2026 →
  • bern, poetry world series [bestiaire intime], rsc_38, etkbooks store, 1.-23. märz 2026, v: 28.2. →
  • bern, library of artistic print on demand [a gilbert / a bülhoff], rsc_39, 1.-22. mai 2026, etkbooks store, v: 1.5. mit andreas bülhoff →
  • solothurn, literaturtage [v zorn], 16. mai 2026 →
  • zürich, mini volumes, art publishing day. 13. juni 2026, löwenbräu zürich →
  • basel, i never read, art book fair, viaduktstrasse 33, 17.-20. juni 2026 →
  • bern, journal für menschenkitsch [m rinck], rsc_40, juli 2026, etkbooks store, v: 2.7. →
  • bern, new releases [b dežulović, r davids abel, l paloma, hybrido unreim, j dutoit, a stanek], rst_23, 12. september 2026, etkbooks store →
  • frankfurt, buchmesse frankfurt, stand 3.0 C67, 7.-11. oktober 2026 →
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