nicht begonnenes fortsetzen (etkbooks 043) nicht begonnenes fortsetzen. Text, Kontur, Schatten Mit einem Nachwort von Norbert W. Schlinkert Hartmut Abendschein “nicht begonnenes fortsetzen” ist ein korpuspoetisches Projekt und beschäftigt sich u.a. mit der Poetik der Textkontur. Gesammelte Texte und Aufzeichnungen eines Zeitabschnitts werden in einen Dialog mit Klappdrucken gebracht, die deren Textumriss, aber auch Dichte bzw. Flächigkeit vorgeben. Durch weitere Manipulationen und Umgestaltungen der Textkörper finden nicht nur sichtbare Veränderungen der ursprünglichen Textsemantiken statt. Das Verfahren ermöglicht es zudem, ursprünglich kleinere, unabhängige Einheiten miteinander in Verbindung zu bringen und zu grösseren, assoziativen Textgebilden bzw. metrisierten Erinnerungsgeweben zu verdichten. Die Arbeit soll für die Ästhetik und Semantik des Umrisses sensibilisieren und ist ein eposartiges, fliessendes Textambiente an der Schnittstelle von Konzeptliteratur, Bildender Kunst und Konkreter Poesie. Der Text & die Kontur: Das Wechselspiel von Textfigur und Klappdruckfigur bei Betrachtung der Doppelseiten aus einer größeren Entfernung schlägt, sobald der Text bei Annäherung lesbar wird, förmlich um von der Form hin zu Inhalt, Bedeutung und gegenseitigem Bezug, zu einer sich erschließenden Textur. Erkenne ich einen Klappdruck als eine Art Riesenspinne von Louise Bourgeois, so finde ich in Abendscheins Textgeweben an einer Stelle eine junge Spinne ihr Netz weben, ein Frosch im Gleitflug verweist auf Frösche im Text und so weiter. Aber auch weit weniger eindeutige Bezüge ergeben sich jederzeit, überhaupt wird wohl jeder Betrachter, jeder Leser zunächst eigene Assoziationen zu den Drucken haben, denn diese springen ihrer Präsenz, ihrer Schwärze wegen so oder so zunächst ins Auge, um danach dann den gegenübergestellten Text auf ureigene Weise unbewusst zu scannen. Demzufolge kann, ja muss (dem Projekt) eine Art von Beginnlosigkeit ganz im Sinne von Botho Strauss zugeschrieben werden. Strauss schreibt: „Was wir als bewußte Wahrnehmung empfinden, ist in Wahrheit die Fokuseinstellung des Gehirns auf eigene, in einem bestimmten Augenblick besonders stimulierte interne Prozesse. Isolieren, Auswählen, Scharfstellen, Stabilisieren. Ob ich einen Gegenstand in Betracht nehme, entscheidet eine vorwillentliche Reizung, ein enzymatischer Befehl“. (N.W. Schlinkert) Leseprobe (PDF) März 2017, 98 S., 19 x 12 cm, Broschur ISBN: 978-3-905846-43-0, €14 / 17 SFr Mit zahlreichen Abb. Buchvernissage „nicht begonnenes fortsetzen“. Lesung + Exkurs. Musik: DJ Benedikt Sartorius: Café Kairo, Bern, 6. April 2017 Lesung @: Hybrido Unreim, Matte Brennerei, Bern, 19. April 2017 „Bärner Gring Vol. 2“, Radio Rabe, 28. Februar 2017, >22’30″ „Nicht nur Gekleckse“. Gisela Feuz über „nicht begonnenes fortsetzen“ in: Der Bund, 08. März 2017, S. 25 „Ich mag ernste Scherze“. Kurzinterview, Der Bund, 06. April 2017, S.32 The importance of & n b s p ; Kategorie: etkbooks titel Schlagwörter: buch, klecksographie, konzeptliteratur, korpuspoetik, notate, textkontur Eintrag: 20170118, lmod.: 20191120 ISBN, ISSN, DOI: 9783905846430 DDC: 155.2842 DDCclass: Rorschach-Tests Digitale Edition: etkbooks.com/?iproduct=7194
TTFF – The Time Flies Files (etkobjects, etkcontext 027) TTFF – The Time Flies Files Von Hartmut Abendschein Foto-Dokumentation (ausgewählte 24 Bilder in Album) in einer limit. Auflage von 5 signierten Expl. (34 EUR / 40 SFR) DOI: 10.17436/etk.c.027 Exzerpt: PDF TTFF – The Time Flies Files (Installation im öffentlichen Raum) Ein Kommentar zu “A Thousand Years von… Read More
Wachspapiere (etkcontext 016) Wachspapiere Autor: Christian Steinbacher URL: Blogpost DOI: 10.17436/etk.c.016 Zeitraum: 2011, Dokumentart: Volltext Dokumenttyp: html, Exzerpt: PDF Read More
Tauge/Nichts (etkbooks 056) Norbert W. Schlinkert Um nichts in der Welt darf ein Taugenichts dort bleiben, wo ihn sein Taugenichtssein ereilte, wo es ihm zugefügt worden ist. So verlässt er, sich zu retten, die heimatlichen Gefilde und sucht sein Glück anderswo. Doch der Schlinkertsche Taugenichts ist, im Gegensatz zu dem des Joseph von Eichendorff, weder naiv noch leichtgläubig. Dennoch aber jagt ein unglaubliches Abenteuer das andere, während er immer mehr in den Bann der eigenen Gedanken gerät. Er erinnert sich, an die Eltern, seine Jugend in der Provinz, aber auch an das Entdecken all der Taugenichtse in Romanen und Filmen, über die er staunt und von denen er lernt, bis ihm endlich luzide vor Augen tritt, welch eigene Haltung zur Welt er hat entwickeln müssen, um ganz und gar eines zu sein: Taugenichts. (…)“ Read More