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Collyrae Lucidae

Collyrae Lucidae. Das Leuchten der Nudeln
Scanographien im Dialog.
Von Georg Raabe (Köln) und Hartmut Abendschein (Bern)

 

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Links: Rapunzel, noch unfrisiert (Georg Raabe)
Rechts: Schwedenkrimi – Strukturmodell (Hartmut Abendschein)

 

Eine Auswahl der Collyrae-Lucidae-Motive war in der Zeit vom 21.3. bis 28.4 2015 in der Galerie kunstraum dellbrück in Köln ausgestellt. Im Rahmen dieser Ausstellung bieten wir hier kostenlos einen Ausstellungskatalog zum Download an. Er enthält sämtliche bisher erschienenen Bilder und wird fortlaufend aktualisiert. Alle Motive sind auch käuflich zu erwerben. Weitere Informationen finden sich im Katalog (Download).

 

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Flarf Disco (etkbooks 034)

9783905846348

Flarf Disco.

Popgedichte
Hartmut Abendschein
Mit einem Intro von Benedikt Sartorius*

 

krokodile geister hardware
farben der lenkung
verstehe ich nicht
und auch nicht
das blasen im wind
(Klappentext)

 

Flarf Disco folgt einem konzeptuellen Ansatz. Aus der vollständigen Sammlung von 120 Musik-CD-Samplern einer Zeitschrift für Popkultur und -theorie („Spex“, Jahrgänge 2000-2014) wurden die Musiktitel extrahiert und – wo nötig – ins Deutsche übertragen. Das so destillierte Wortmaterial wurde als (exemplarisches) Spracharchiv bzw. Korpus einer zeitgenössischen Popsprache verstanden und verwendet. Unter Anwendung diverser Montageverfahren und -techniken der Verdichtung und in mehreren Bearbeitungsstufen entstanden daraus Gedichte und Stimmungsbilder, die sich in Themenfeldern wie Jugend/Alter, Geschlecht/Gender, Musik, Identität, Urbanität etc. bewegen.

 

Mai 2015, 98 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-34-8, €14 / 17 SFr

 

Buchtaufe: 21. Mai 2015. “Flarf Disco” (Hartmut Abendschein mit Benedikt Sartorius im Café Kairo, Bern)

Vorstufen und Textbausteine im Blog.

Die Edition dankt dem Migros Kulturprozent.

*Benedikt Sartorius (*1983) schreibt als freischaffender Musikjournalist für verschiedene Medien, arbeitet als Redaktor der Musikzeitung «Loop» und betreibt auf seiner Website einen Musikblog. Mehr…

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„Disco this way, this go that way“ Matthias Hagedorn in: Kulturnotizen, 17.09.2015

„Flarf funktioniert als Protest gegen zuviel Kontext und zu pompöse Sinnträgerei. Dabei perpetuiert er im Ernst die Kontext- und Sinn-Felder, die er im Spiel suspendiert. Hartmut Abendscheins „Flarf Disco“ ist in dieser Hinsicht guter Flarf. Wenn denn „guter Flarf“ eine mögliche Aussage sein sollte.“ In: “Bingo spielen in der Disco”. Rez. von Stefan Schmitzer in fixpoetry, 03.9.2015

Flarf Disco ist anstrengend, schweißtreibend und manchmal muss man verschnaufen oder ist aus dem Takt. Das gehört bei Abendschein mutmaßlich zu seinem speziellen Flarf. Nach Dirk Schroeder trägt er damit nicht nur zur Verbreitung eines interessanten Lyrik-Konzepts in Deutschland bei, er verändert es auch: Entlang des CD-Turms voller Spex-Papierhüllen zieht die Popmusik der 2000er-Jahre vorbei und kommt, in guter Lyrik verpackt, neu zu Gehör.“ In: “Der hohe Ton des Funkenkönigs”. Rez. von Julian Gärtner in literaturkritik.de, 27.8.2015

“Sieben Fragen an Hartmut Abendschein”. Interview mit Maximilian Pahl in: Der Bund, 21.5.2015

“Kulturtipps”. In: Berner Kulturagenda, Nr. 21, 2015

„flarf disco“ in „Subkutan“ (Radio Rabe), 17. Juni 2015

„«Flarf Disco» muss man nicht mögen, darf man auch merkwürdig finden, doch seine Originalität steht ausser Frage.“ Daniel Lüthi in zeitnah, 19.07.2015

„Die nähere Beschäftigung mit der Entstehungsgeschichte des Flarf, mit den Hintergedanken der Autoren beim Verfassen ihrer Werke und besonders die Durchleuchtung von Flarf Disco. Popgedichte hat mir jedoch gezeigt, dass Flarf-Gedichte keineswegs alle gleich sind. Bei flüchtiger Betrachtung mögen Flarf-Gedichte zwar als wirr zusammengewürfelter Haufen von Wörtern und Phrasen erscheinen. Nichtsdestotrotz ist jedes einzelne Flarf-Werk für sich ein eigenes, neues Kunstwerk und zwar dadurch, dass es eine eigenwillige Kombination von bereits Bestehendem darstellt. Nicht nur dadurch, dass jedes Flarf-Werk in seinem Entstehungsprozess verschiedenste Stadien durchläuft, die es immer wieder neu prägen und formen, sondern auch dadurch, dass jeder Autor und jede Autorin immer doch eine gewisse persönliche Note einbringt, die letztendlich jedes Flarf-Gedicht zu etwas Neuem macht.“ Vera Aschbacher: Flarf-Poetry. Am Beispiel von Hartmut Abendscheins Flarf Disco. Popgedichte. (Seminararbeit, WS 2015/16, Uni Innsbruck, S.16)

„Flarf Disco. 3 Popgedichte“ in: METAMORPHOSEN 13, Magazin für Literatur und Kultur, April 2016

„DER BEATBOXER ZIEHT MICH“. In: Bestiaire Intime #56, 2020
 

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Stickers: Make a point (etkobjects)

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1 Blatt = 6 Stickers/Aufkleber = 3 SFr / Eur

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Auf Anfrage: Konfektionierte Edition (2015)
Auflage: 100 Expl., signiert und nummeriert, 15 SFr / Eur

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(Anwendungsbeispiel: „Pyros zu Leselampen“)

Siehe dazu auch das Kollektionsprojekt curated stickers.

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irgendwann vielleicht (etkbooks 033)

9783905846331

irgendwann vielleicht.

Prosa
Li Mollet

Das Rot der wilden Rebe kündigt kurze Tage an, Kastanien und Katarrh. Die Schmetterlinge verpuppen sich an feinen Zweigen. Alltägliches kann betrachtet werden. Mängel sind geduldet. Vorläufiges ist gegeben. Irritation unvermeidlich. Erhofft wird die Möglichkeit der Metamorphose. Bei so viel Überfluss, sagt jemand, lohnt es sich, asketisch zu leben. Mein Versuch, die Welt im Kopfstand zu betrachten, scheitert an den fallenden Falten meines Kleides. Auch diese Blackbox geizt nicht mit Bildern. Man kann sich zum Veränderlichen verhalten, sagt er und reibt sich einen Fleck vom Ärmel. Das könnte immer wieder geschehen, die Wiederholung des Ähnlichen, sage ich. (Klappentext)

In Li Mollets Prosaband „irgendwann vielleicht“ wird die Welt als poetisches Material betrachtet und synästhetisch wahrgenommen. Das schauende Ich öffnet sich breiten Wahrnehmungsfeldern. Sein Gegenüber, das fiktive Er und die anderen Personen spiegeln biografische, historische, soziologische und alltägliche Konfigurationen. Die Beobachtungen sind weitgefächert, aber auch disparat und kontingent. Mollets Sprache modelliert diese zu ungewohnten Gebilden und überraschend neuen Zusammenhängen.

 

April 2015, 118 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-33-1, €16 / 20 SFr

 
Leseprobe (PDF)
 

Auszüge aus Li Mollets „irgendwann vielleicht“ erscheinen in der Übersetzung von Nathalie Garbely in der Ausgabe n° 1073-1074 (Sept./Okt. 2018) von Europe : revue littéraire mensuelle.

„Die Minute vor dem Wunder.“ Nico Bleutge in: Stuttgarter Zeitung, 05.02.2016

„Am größten ist vielleicht Li Mollets Lust, sich selber Wörter auszudenken. Was ein „Flüsterabstand“ ist, was ein „Winterbote“ oder „Reifenschleifen“ sind, kann man aus diesem beweglichen kleinen Buch erfahren.“ Nico Bleutge in Süddeutsche Zeitung, 21.12.2015

„Li Mollet schafft es, gleichzeitig Ruhe, eine Art Heiterkeit und auch Nachdenken über das Leben, über die Welt zu besorgen. Alles ist pure Notwendigkeit, pure Literatur. In ein paar Wörtern werden innere und äussere Landschaften gemalt.  Es ist ganz wunderbar.“  (Cécile Wajsbrot)

„Mollets «irgendwann vielleicht» ist verschriftlichtes Gedankenspiel, ein Moment am Fenster, wo wir Kindern draussen beim Ballspielen zusehen, während auf dem Herd langsam der Speck zu braten beginnt. “ Daniel Lüthi in: zeitnah, 31.05.2015

 

Lesungen: 9. April 2015, Bern. Li Mollet mit Nico Bleutge in Aprillen / 16. April 2015 im Cabaret Voltaire, Zürich

Die Edition dankt der Burgergemeinde und dem Kanton Bern sowie dem Migros Kulturprozent.