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zehntner, christoph

christoph zehntner

christoph zehntner, bern (*1953) reigoldswil, baselland. er entwickelte sich im laufe seines bewegten lebens zu einem bescheidenen meister des müssiggangs und minimalismus. bekannt ist ein einziges gedicht von ihm, «lebenslauf», (frankfurt am main, 2007), und sein in auseinandersetzung mit «a rose is a rose is a rose» von gertrude stein entstandener aphorismus «eine tautologie ist eine tautologie ist eine tautologie im quadrat». überliefert sind ausserdem seine bekenntnisse: «fast alles, was ich zu sagen hätte, hat glücklicherweise emil cioran schon gesagt»; «vieles, was ich gerne gesagt hätte, hat zu meinem glück ludwig wittgenstein schon gesagt». zuletzt erschienen, unter dem pseudonym antoine derride, «messiah. eine dekonstruktion christlicher theologie», (passagen, wien, 2008). in arbeit: «christus absconditus».
 

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gut, heini

heini gut

heini gut (*1948) lebt in stans. schriftsetzerlehre. schule für gestaltung luzern. mitarbeiter der künstlergruppe »marinemuseums luzern«. als freischaffender künstler verbindet er malerei, bildhauerei und literatur. veröffentlichungen im eigenen verlag dogmen publishing, stans; organisation von veranstaltungen, u. a. «das tier». diverse buchveröffentlichungen, unter anderem: «das geht uns alle an», anagramme, wallimann verlag alpnach 1999. zahlreiche ausstellungen und kunstprojekte im öffentlichen raum.
 

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görres, joseph

joseph görres

Joseph Görres „Geboren 25.1.1776 (Johann Joseph) Koblenz (Rheinland), gestorben 29.1.1848 München, kath.; Sohn des Moritz, Holzhändlers. 1786-90 kurfürstl. Gymnasium Koblenz, danach Autodidakt. Publizistisch tätig als Anhänger der Franz. Revolution und einer Cisrhenan. Republik. Nach Paris-Aufenthalt 1800 Abwendung von der Revolution. 1800-06 Prof. an der Sekundärschule Koblenz. 1806-08 Dozent an der Univ. Heidelberg, bedeutender Kopf der Heidelberger Romantik. 1814-16 Redaktor des 1816 verbotenen “Rhein. Merkurs”. 1819 muss G. wegen seiner Schrift “Teutschland und die Revolution” nach Strassburg fliehen; 1820-21 lebt er in Aarau. Rückkehr zur kath. Kirche; 1827 Prof. der Allg. und der Literaturgeschichte an der Univ. München. Mit dem “Athanasius”, einer Kampfschrift zum Kölner Kirchenstreit (1837), und den “Hist.-polit. Blättern” wurde G. zum Ahnherrn des deutschen polit. Katholizismus; er beeinflusste über Studenten aber auch den schweiz. Katholizismus.“ (Eintrag in: „Historisches Lexikon der Schweiz“. Elektronische Version. 28/11/2005)
 

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herbst, alban nikolai

alban nikolai herbst

alban nikolai herbst geb. 1955, ist einer der vielseitigsten, kunstvollsten, aber auch eigenwilligsten autoren der gegenwart. durch den phantastischen roman „wolpertinger oder das blau“ (1993) sowie den ersten band „thetis“ (1998) seiner anderswelt-trilogie und besonders durch sein literarisches weblog „die dschungel. anderswelt“ bekanntgeworden, ist er zudem einer der führenden denker der postmodernen und nachpostmodernen deutschen literatur.

nach louis begley wurde er auf die poetik-dozentur der ruprecht-karls-universität heidelberg berufen. sein werk umfasst romane, erzählungen, lyrik, sowie libretti. ausserdem schreibt und inszeniert er für den rundfunk poetische hörstücke.

alban nikolai herbst ist u.a. träger des grimmelshausen-preises, des fantastik-preises der stadt wetzlar, des rom-preises der accademia tedesca villa massimo. er war writer in residence der keio universität tokio und wurde 2006 mit dem jahresaufenthalt im internationalen künstlerhaus villa concordia bamberg ausgezeichnet.