aut zehntner, christoph christoph zehntner christoph zehntner, bern (*1953) reigoldswil, baselland. er entwickelte sich im laufe seines bewegten lebens zu einem bescheidenen meister des müssiggangs und minimalismus. bekannt ist ein einziges gedicht von ihm, «lebenslauf», (frankfurt am main, 2007), und sein in auseinandersetzung mit «a rose is a rose is a rose» von gertrude stein entstandener aphorismus «eine tautologie ist eine tautologie ist eine tautologie im quadrat». überliefert sind ausserdem seine bekenntnisse: «fast alles, was ich zu sagen hätte, hat glücklicherweise emil cioran schon gesagt»; «vieles, was ich gerne gesagt hätte, hat zu meinem glück ludwig wittgenstein schon gesagt». zuletzt erschienen, unter dem pseudonym antoine derride, «messiah. eine dekonstruktion christlicher theologie», (passagen, wien, 2008). in arbeit: «christus absconditus». -> Im Zoo zurück zur übersicht Read More
mollet, li li Mollet li mollets (* 1947) herkunft ist die moderne kleinfamilie im schweizerischen mittelland, die im laufe der zeit die waschfrau durch die waschmaschine ersetzte, die suppe aus beuteln anrührte, die speisen in einem kühlschrank aufbewahrte und sich zunehmend mit herausforderungen ästhetischer art konfrontiert sah. wenn ihr als kind die unvermeidliche frage gestellt wurde, antwortete sie, sie wolle ein buch schreiben und lehrerin werden. über allerlei umwege und ohne jede erinnerung an diese antwort, lebte sie in der romandie, in grossbritannien und den usa, sie reiste als begleiterin von ihrem lebenspartner, heinz mollet (kunstschaffender) durch mehrere europäische staaten, um in bern zu realisieren, was sie als kind ahnungslos entwarf. als junge erwachsene legte sie ein erstes notizbuch an. die gewohnheit, jederzeit ein paar eindrücke festzuhalten, ein paar gedanken zu sichern, die sprache zu suchen ist konstitutiv für ihre existenz, die für manches unersättliche neugier entwickelte: literatur, kunst und kinder oder ästhetik in pädagogik und philosophie. diese grossen domänen rieten ihr zu vorsichtiger zurückhaltung. es ist darum nicht erstaunlich, dass sie so spät an die literarische öffentlichkeit gelangte. vor ihren publikationen im wissenschaftsbereich debütierte sie mit elf literarischen vierminutenstücken in drs3. später wurde sie im holozän v, zürich, von stadt und kanton bern und von der gemeinde köniz literarisch ausgezeichnet. letzte publikationen: “nichts leichter als das” (prosa, 2003), “ich bin’s, salome” (erzählung, 2009). beide edition howeg/zürich. “sondern” (prosa, 2012). -> Li Mollet im Literaturport -> sondern (Prosa) Read More
reichen, roland roland reichen roland reichen (*1974) kommt aus spiez im berner oberland. in einer arbeiterfamilie aufgewachsen, studierte er deutsch und geschichte an der universität bern. derzeit ist er wissenschaftlicher mitarbeiter der historisch-kritischen jeremias-gotthelf-edition. er begann im sommer 1998 zu schreiben, als er eine längere reise antreten wollte, dann aber pfeiffersches drüsenfieber bekam. nach der publikation einiger kurzgeschichten erschien 2006 sein erster roman aufgrochsen. 2008 erhielt er einen werkbeitrag der stadt bern, einen projektbeitrag des kantons bern und ein aufenthaltsstipendium am literarischen colloquium berlin. 2009 weilte er im rahmen eines halma-aufenthaltsstipendiums in minsk, käsmu (estland) und nida (litauen). -> Sundergrund (Roman) zurück zur übersicht Read More