Schellendiskursli / Schellenexkursli (etkbooks 024) Schellendiskursli / Schellenexkursli. Eine poetische Analyse des “Schellenursli” mit einem Kommentaressay und zahlreichen Illustrationen sowie einem Nachwort von Elisabeth Wandeler-Deck von Hartmut Abendschein Das bekannte Kinderbuch „Schellenursli“ (Carigiet / Chönz, 1945) geniesst in der Schweiz Kultstatus. Dabei wird es, seit seiner Publikation, weitgehend kritikfrei als Kanoniker und Identitätstext durch die Jahrzehnte gereicht. Zum bald 70. Geburtstag möchte sich „Schellendiskursli / Schellenexkursli“ diesem Text in experimenteller, poetischer Weise nähern und Probleme und die Vielschichtigkeit der darin versammelten, diskursiven Einlassungen im Bild und Text untersuchen. Dabei geht es nicht alleine darum, beispielsweise – aus heutiger Sicht – neoliberale Ideologeme zu markieren und zu stigmatisieren. Vielmehr durchziehen Bild und Text multiple Diskursaussagen, die breite Wissensfelder der Theologie, Psychoanalyse, Ökonomie, Philosophie, Sexualität, Literatur etc. berühren: „Schellendiskursli / Schellenexkursli“ greift diese auf und dekonstruiert sie zu einem komplexen, assoziativen Gewebe, das neue Zugänge legen soll. zur tagesrückzeit nacht das dorf der mensch schläft was sich nun bewegt ist die natur spürt spuren auf zäsuren noch bevor es dazu menschelt fragt sich was hat ursli was der neue glocken mensch verloren neben unschuld para dies ursprünglichkeit und gartenzaun der kindheit aufgegangner mond erkenntnis zugewinnt den adam eva kleist motor er rattert schon das dorf liegt noch in blindheit (Klappentext) Juli 2013, 92 S., 13,7 x 13,7 cm, Klebebindung ISBN: 978-3-905846-24-9, €14 / 17 SFr Mit 20 Kinderzeichnungen zu “Schellenursli” Leseprobe / Mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Schellenursli „Oft sind es dabei gerade die Nebenbemerkungen, die scheinbar kleinen Texte, die Verdrängtes zutage fördern: Experimente wie Hartmut Abendscheins Schellendiskursli (2013), das spielerisch das Bündner Kinderbuch als die neoliberale Schule der Nation zu entziffern versucht (…)“. Philipp Theisohn in: „Die Rückeroberung“, Die Zeit (3), 15.1.2015 “Ein grandioser wissenschaftlicher Ulk auf höchstem Niveau!” (Rez. von Stefan Howald in: WOZ, 5.9.2013) “Nicht nur Linguisten und Sprachwissenschaftler werden ihre Freude am Buch haben, sondern auch generell Interessierte an der Materie und Menschen, die Texte kritisch hinterfragen. Zudem eignet sich „Schellendiskursli / Schellenexkursli“ auch als Lehrbuch darüber, wie man Texte zerlegen und analysieren kann.” nahaufnahmen, 24.08.2013 “Was für ein kluger, poetischer, lieber und ironischer Text! … Die Erfindung der ‘Poetischen Diskursanalyse’ …” Renate Giacomuzzi, Innsbrucker Zeitungsarchiv, Institut für Germanistik “Die Härte der Glockenzone – eine Schelle” in: Salzkristalle und Trüffelpilze, 2.7.2013 Beitrag und Interview in “Subkutan” Radio RaBe, 3.7.2013 Ausserdem: Kombi-Angebot: 1x Schellendiskursli + 1x Schellenursli (Mini-Edition: 9.5×7.5 cm, Br) = €18 / 22 SFr Supplement-Katalog: The Bellbox Archives (Schellenböxli 1-10, Guckkasten-Assemblage). 12 S. in Farbe, limit. Aufl. (50 Expl.), 6 SFr / 5 Eur. Mehr … Kategorie: etkbooks titel Schlagwörter: appropriation art, buch, diskursanalyse, essay, gedicht, illustration, kanon, kinderbuch, kleine form, schellenursli (motiv) Eintrag: 20130825, lmod.: 20191120 ISBN, ISSN, DOI: 9783905846249 DDC: 401.41 DDCclass: Diskursanalyse Digitale Edition: etkbooks.com/?iproduct=7198
oh rakel (etkcontext 050) oh rakel ein fackelkorpus URL: Download, PDF (Digitales Objekt, 7.2 MB, 42 S.) DOI: 10.17436/etk.c.050 Zeitraum: 2019, Dokumentart: Volltext Dokumenttyp: PDF, div. AUT Read More
Schmürzu 5 (etkcontext 058) Schmürzu 5 Matto Kämpf / Roland Reichen URL: Download, PDF (Digitales Objekt, 2 MB, 14 S.) DOI: 10.17436/etk.c.058 Zeitraum: 2022, Dokumentart: Volltext Dokumenttyp: PDF Read More
Dranmor Dranmor Von Hartmut Abendschein »Es zischt und schmatzt und löst sich auf. Erst in Phasen und seltenen Farben, dann verzieht sich ein Teil nun schwefelnder Lache fluchend wieder nach oben durch den Wandbruch, dorthin, wo er wohl herkam. Für den Kopf des dampfenden Wesens ist es zu spät. Er zerfällt unter lautem Getöse zu Staub und fliesst aufgescheucht durch den Ausguss ab. Zurück bleiben ein paar einzelne Seiten. Nach Verzug des Rauches sind bald Wörter und ganze Sätze darauf erkennbar. Sätze einer Handschrift. Man reibt sich die Augen. Da ist eine Abschrift aus dem Vorwort zur dritten Auflage der Gesammelten Dichtungen.« (Klappentext) Die historische Person Ferdinand Schmid alias Dranmor (1823–1888) ist ein längst vergessener Schweizer/Berner Dichter und Diplomat, der und dessen Werk in diesem Fragment-Roman als Bearbeitungsoberfläche des Ich-Erzählers dient. In der Sekundärliteratur wird Dranmor als »Mann des Übergangs« oder auch als »seltsamer Mann« beschrieben, getrieben von einer großen Lust auf Literatur und fernen Zielen. Geboren in Bern, lebte er einige Zeit in Österreich in k.u.k.-Diensten, um dann im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts nach Brasilien zu reisen, dort Österreich zu vertreten und sich engagiert um die Kolonialisierung bestimmter Landstriche Brasiliens zu bemühen. Seine Bemühungen scheiterten. Er reiste wieder nach Bern zurück, wo er unter mysteriösen Umständen starb. Im Zentrum der Erzählung, die sich in der Gegenwart situiert, steht ein Ich-Erzähler, der Dranmor auf der Spur ist bzw. diesen »ausgraben« will. Die Wahrnehmungen des Erzählers, der sich immer mehr in Vergangenheiten verstrickt und diese klittert, seine Aufzeichnungen, Exzerpierungen, Reflexionen und sein kontinuierlicher Zerfall, der auch mit Dranmors Vita parallel geführt wird, machen diesen Text auch zum Erzählexperiment. Zentrale Motive des Textes sind: das Schreiben und Zur-Sprache-Finden des Erzählers, die Bedeutung von Literatur an sich und die Identifikation mit Vorgängern sowie am Rande: Heimat/Fremde/Exilierung. Dieser Titel aus dem ATHENA Verlag ist im Buchhandel, beim Verlag und im Shop erhältlich. B E S T E L L E N 1. Auflage 2012, 168 Seiten, Format 20 x 12 cm ISBN 978-3-89896-491-3, Broschur, 14,90 €, 21,00 sFr In der ATHENA-Reihe edition exemplum erschien von Hartmut Abendschein auch ”Die Träume meiner Frau” Lesungen aus Dranmor: 17. august 12, bern, “neue berner prosa”, buchvernissage in der “bar 14b” (falkenplatz 14b) // 14. september 12, köln, “Es ist fast gar keine stimmung vorhanden”. lesung zus. mit stan lafleur, kunstraum dellbrück // 27. oktober 12, zürich, 14h, “neue berner prosa” im cabaret voltaire (zürich liest) // 10. november 12, literaturfestival basel, “litblogs.net, rheinsein, taberna kritika” zus. mit stan lafleur … stimmen “Wir sind flexibel” (Zu Hartmut Abenscheins: DRANMOR) in: Gleisbauarbeiten, 11.5.2013 ”Dranmor wird zu einer Inszenierung der Diskrepanz zwischen Sprache und Wirklichkeit, der Unmöglichkeit, von Leben und Identität zu erzählen.” in: Stuttgarter Nachrichten, 04.01.2013 Abendschein schreibt zwar keine Autobiographie. Aber er sucht über die Form eine Nähe zur sich mehr in Auflösung befindlichen, in eine Zwischenwelt abdriftenden Persönlichkeit. in: Begleitschreiben, 25.8.2012 Wo ist bloß dieser Text abgelegt? Kunstvoll erzählt Hartmut Abendscheins »Dranmor« vom Schriftstellerwahnsinn. in: junge Welt, 20.10.2012 sowie in den Kulturnotizen, 08.12.2012 Peggy Neidel über Dranmor. in: Poetenladen, 02.11.2012 „Hätte man nur jemand anderen angefasst und ausgegraben“. in: literaturkritik.de, 07.11.2012 Dranmor Passagen im SALON LITTÉRAIRE / (Part 02) in: in|ad|ae|qu|at, 25.11.2012 “Zur Entstehung” in: taberna kritika “Verführerisch” in: Die Dschungel. Anderswelt. Read More